{"id":27647,"date":"2024-05-07T12:30:55","date_gmt":"2024-05-07T10:30:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/?p=27647"},"modified":"2024-05-07T14:59:25","modified_gmt":"2024-05-07T12:59:25","slug":"invesco-irrefuehrende-inflationsdaten-koennten-zu-geldpolitischem-fehler-und-laengerer-hochzinsphase-fuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/invesco-irrefuehrende-inflationsdaten-koennten-zu-geldpolitischem-fehler-und-laengerer-hochzinsphase-fuehren\/","title":{"rendered":"Invesco : Irref\u00fchrende Inflationsdaten k\u00f6nnten zu geldpolitischem Fehler und l\u00e4ngerer Hochzinsphase f\u00fchren"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Invesco<\/strong> : Der j\u00fcngste Anstieg der Inflation in den USA hat Sorgen geweckt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinss\u00e4tze doch noch l\u00e4nger auf einem h\u00f6heren Niveau halten k\u00f6nnte.<\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Paul Jackson, Global Head of Asset Allocation Research im Global Market Strategy Office von Invesco<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paul Jackson sieht zwar mehr Hinweise auf einen nachlassenden zugrunde liegenden Preisdruck, gibt jedoch zu bedenken, dass die oberfl\u00e4chlich hartn\u00e4ckige Inflation die datengesteuerte Fed zu einer geldpolitischen Fehlentscheidung veranlassen k\u00f6nnte \u2013 mit negativen Folgen f\u00fcr Wirtschaft und M\u00e4rkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem sie in den beiden vorangegangenen Quartalen jeweils bei 2,0% gelegen hatte, ist die annualisierte PCE-Kerninflation (pers\u00f6nliche Konsumausgaben ohne Lebensmittel- und Energiepreise) in den USA im ersten Quartal 2024 gegen\u00fcber dem Vorquartal auf 3,7% gestiegen. \u201eDie PCE-Kerninflation ist das von der Fed bevorzugte Inflationsma\u00df. Daher k\u00f6nnten diese Zahlen die erste Zinssenkung weiter hinausz\u00f6gern, obwohl die am Folgetag ver\u00f6ffentlichten monatlichen PCE-Daten mit Jahresraten von 2,7% f\u00fcr die Gesamtinflation und 2,8% f\u00fcr die Kerninflation beruhigender ausfielen\u201c, schreibt Jackson in der neuesten Ausgabe der Invesco-Publikation Uncommon Truths. Die von den Marktkommentatoren bevorzugte Verbraucherpreisinflation (CPI) bewegt sich in den USA seit Juni 2023 zwischen 3% und 4%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jackson sieht mehrere Gr\u00fcnde f\u00fcr die hartn\u00e4ckig hohe Teuerung.<\/strong> An erster Stelle geh\u00f6rt dazu die Tatsache, dass sich die Rohstoffpreise und der Druck in den Lieferketten &#8211; zwei Schl\u00fcsselfaktoren, die die Inflation in den letzten Jahren zun\u00e4chst angeheizt und dann wieder ged\u00e4mpft hatten &#8211; jetzt im \u201eneutralen\u201c Bereich befinden. Auf der Grundlage schw\u00e4cherer BIP-Daten, einer sinkenden Lohninflation und insbesondere eines weiterhin negativen Geldmengenwachstums in den USA sieht Jackson einen weiterhin abw\u00e4rts gerichteten Inflationstrend. \u201eDer Inflationsschub in den USA kam, nachdem das M2-Wachstum Anfang 2021 mit 27% seinen H\u00f6chststand erreichte. Anschlie\u00dfend folgte die Inflation dem Geldmengenwachstum nach unten, ein Prozess, den die US-Wirtschaft meiner Ansicht nach noch nicht abgeschlossen hat\u201c, so der Invesco-Experte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nachdem L\u00f6hne und Kerninflation zuletzt durch den schnellen Anstieg und anschlie\u00dfenden R\u00fcckgang der Gesamtinflation beeinflusst wurden, sieht Jackson jetzt die Kerninflation als potenziell wichtigsten Treiber der Gesamtinflation.<\/strong> Vor dem Hintergrund der in den USA und Europa insgesamt abw\u00e4rts tendierenden CPI-Kerninflation stimme der merklich h\u00f6here Preisdruck im ersten Quartal 2024 nachdenklich. So betrage die annualisierte US-Kerninflationsrate f\u00fcr das erste Quartal (M\u00e4rz gegen\u00fcber Dezember) 4,5% und liege damit deutlich \u00fcber der Jahresrate von 3,8% f\u00fcr M\u00e4rz. Allerdings beschr\u00e4nke sich der h\u00f6here Preisdruck in den USA im ersten Quartal 2024 auf einige wenige Inflationskomponenten, vor allem auf Wohnkosten und Kfz-Versicherungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jackson zufolge \u00fcberwiegt die Abw\u00e4rtstendenz in der Gesamtbetrachtung der verschiedenen Komponenten der Kerninflation.<\/strong> Nach oben verzerrt w\u00fcrde die Gesamtrate durch den Anstieg der Wohnkosten um 5,7% und die mit 45% sehr hohe Gewichtung dieser Komponente im CPI-Kernindex. Ihren H\u00f6chststand hatte die Wohnkosteninflation im M\u00e4rz 2023 mit 8,2% verzeichnet. Transportdienstleistungen waren ein weiterer Ausrei\u00dfer mit einem annualisierten Anstieg von 16,7% \u00fcber drei Monate und einer Jahresrate von 10,7% im M\u00e4rz, wobei sie im Index weniger stark gewichtet sind. Hauptgrund f\u00fcr die starke Verteuerung waren Kfz-Versicherungen mit einem annualisierten Anstieg von 21,2% \u00fcber drei Monate und einer Jahresrate von 22,2% im M\u00e4rz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch sch\u00e4tze, dass allein diese Komponente die US-Kerninflationsrate im M\u00e4rz um 0,8 Prozentpunkte erh\u00f6ht hat\u201c, meint Jackson. \u201eDass die Fed Einfluss auf die Versicherungspr\u00e4mien nehmen kann, die sich nach der Unfallh\u00e4ufigkeit und den Kosten f\u00fcr Reparaturen und medizinische Behandlungen richten, ist schwer vorstellbar. Daher lie\u00dfe sich argumentieren, dass die Fed diese von ihr nicht kontrollierbare Inflationskomponente ignorieren sollte, aber das w\u00e4re wohl zu optimistisch\u201c, so der Invesco-Experte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie Jackson hervorhebt, lag die US-Inflation bereinigt um Lebensmittel-, Energie- und Wohnkosten im M\u00e4rz 2024 bei 2,4% und damit nicht mehr weit vom 2-Prozent-Ziel der Fed entfernt.<\/strong> \u201eDie historischen Daten signalisieren, dass die Wohnkosten in der Regel mit einer Verz\u00f6gerung von etwa zw\u00f6lf bis 18 Monaten auf die Entwicklung der Hauspreise reagieren. Auf der Grundlage der Hauspreisentwicklung vor zw\u00f6lf bis 18 Monaten k\u00f6nnte die Wohnkosteninflation in den n\u00e4chsten Monaten und Quartalen daher weiter zur\u00fcckgehen\u201c, so Jackson. \u201eIn Anbetracht der sinkenden Lohninflation und der verz\u00f6gerten Reaktion der Wohnkosteninflation auf die Hauspreise d\u00fcrfte die CPI-Kerninflation in diesem Jahr weiter nachlassen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Er erg\u00e4nzt:<\/strong> \u201eDer j\u00fcngste Anstieg der Inflation erscheint zu eng gefasst, um auf einen breiten, nachfragegetriebenen Trend hinzudeuten. Daher k\u00f6nnte es sich entweder um eine Kostendruckinflation und\/oder einen auf einige wenige Sektoren konzentrierten Preisdruck handeln. Die Fed ist f\u00fcr beides nicht gut gewappnet und k\u00f6nnte der Wirtschaft unn\u00f6tigen Schaden zuf\u00fcgen, falls sie sich vor diesem Hintergrund dazu entscheiden sollte, die Zinsen noch l\u00e4nger auf einem h\u00f6heren Niveau zu halten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Anlegersicht sei eine Absicherung gegen ein solches Szenario schwierig, da zyklische Anlagen negativ reagieren k\u00f6nnten, w\u00e4hrend festverzinsliche Anlagen durch die Aussicht auf anhaltend erh\u00f6hte oder sogar steigende Zinsen unter Druck stehen k\u00f6nnten. Jackson zufolge k\u00f6nnte eine \u00dcbergewichtung von Geldmarktanlagen und Bank Loans eine gewisse Abschirmung gegen steigende Zinsen bieten, genauso wie Allokationen in Gold und inflationsgebundene Staatsanleihen, vor allem in den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : ETFWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Invesco : Der j\u00fcngste Anstieg der Inflation in den USA hat Sorgen geweckt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinss\u00e4tze doch noch l\u00e4nger auf einem h\u00f6heren Niveau halten k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":27649,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"default","_twitter_share_type":"default","_linkedin_share_type":"default","_pinterest_share_type":"default","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"default","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":null,"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[32],"tags":[100],"class_list":["post-27647","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-analyses-etf","tag-invesco"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27647","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27647"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27647\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27655,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27647\/revisions\/27655"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}