{"id":26183,"date":"2021-12-22T10:37:50","date_gmt":"2021-12-22T09:37:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/?p=26183"},"modified":"2021-12-22T10:42:16","modified_gmt":"2021-12-22T09:42:16","slug":"franklin-templeton-gruene-anleihen-etf-studie-warum-die-bahn-elektromobilitaet-schlaegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/franklin-templeton-gruene-anleihen-etf-studie-warum-die-bahn-elektromobilitaet-schlaegt\/","title":{"rendered":"Franklin Templeton-Gr\u00fcne Anleihen-ETF-Studie: Warum die Bahn Elektromobilit\u00e4t schl\u00e4gt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Franklin Templeton : Pro 10 Mio. EUR Investitionssumme f\u00fchrt der im Bereich Verkehr investierte Anteil zu Emissionseinsparungen in H\u00f6he von 947 Tonnen CO2-\u00c4quivalent, was dem Wegfall von 563 Autos von den europ\u00e4ischen Stra\u00dfen entspricht.<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/etfworld.ch\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Von Marcus Weyerer, ETF Investment Strategist bei Franklin Templeton Investments<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Verkehrswesen war 2020 nach wie vor f\u00fcr 24 % der direkten CO2-Emissionen aus der Kraftstoffverbrennung (Quelle: IEA) sowie 2021 f\u00fcr 23 % der globalen ener\u00adgiebezogenen CO2-Emissionen (Quelle: IEA) verantwortlich. Die Emissionen aus dem Stra\u00dfen- und dem Inlandsflugverkehr d\u00fcrften sich 2021 auf knapp 350 Mio. Tonnen CO2 (oder 5 % weniger als 2019) belaufen (Quelle: \u201eGlobal Energy Review 2021\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schienenverkehr sticht aufgrund seiner extrem hohen induzierten Emissionen her\u00advor. Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist dies auf den Ausbau zus\u00e4tzlicher erneuerbarer Energiekapazit\u00e4\u00adten und den Umbau von Eisenbahnstrecken, da diese auf erneuerbare Energien umge\u00adstellt werden. Pro Einheit an ausgesto\u00dfenem CO2 wurden 1,58 Einheiten eingespart oder verhindert. Aufgrund der Skalierbarkeit des Schienenverkehrs d\u00fcrfte diese Zahl mit zunehmender Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe oder zunehmendem Frachtvolumen steigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bedeutung von Gr\u00f6\u00dfe kann nicht oft genug betont werden. Die Emissionen aus dem globalen Verkehrswesen stiegen 2018 um lediglich 0,6 % an (im Ver\u00adgleich zu 1,6 % pro Jahr im letzten Jahrzehnt), da Effizienzsteigerungen und Elek\u00adtrifizierung dazu beitrugen, das Wachstum des Energiebedarfs zu begrenzen. Ein emissionsarmes, skalierbares Verkehrssystem ist im Hinblick auf das Ziel von Emissionssenkungen bis 2030 von entscheidender Bedeutung und wird sich auch angesichts des Bev\u00f6lkerungswachstums \u2013 einer der Haupttreiber von Emissionen \u2013 behaupten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der IEA zufolge werden rund drei Viertel der Eisenbahnpassagiere sowie rund die H\u00e4lfte der Bahnfracht weltweit mit strombetriebenen Z\u00fcgen bef\u00f6rdert. Dies macht den Schienenverkehr zu einem direkten Nutznie\u00dfer der Dekarbonisie\u00adrung der Stromerzeugung. Der CIR wird f\u00fcr neue Verkehrslinien als Emissionsreduzierung ausgehend von den nationalen Durchschnittsemissionen im Verkehrswesen berechnet. Dabei werden jedoch m\u00f6glicherweise die potenziell erheblichen Unterschiede zwischen st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Gebieten au\u00dfer Acht gelassen. Die \u00fcbrigen Klimarisikoaspekte des Brennstoffverbrauchs, der Netzfaktoren f\u00fcr den elektrischen Verkehr und der Wider\u00adstandsf\u00e4higkeit sind in den Impact-Kennzahlen nicht ber\u00fccksichtigt. Bei den CO2-Emissionen sollten die Bauphase der Fahrzeuge, die Batteriekomponenten oder die unterst\u00fctzende Infrastruktur sowie die indirekten Emissionen aus dem Stromnetz, mit dem elektrische Verkehrsmittel betrieben werden, ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<h6>\u00d6PNV schl\u00e4gt Elektromobilit\u00e4t<\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6ffentliche Verkehrsmittel sind aus Lebenszyklus-Gesichtspunkten in der Regel gr\u00fcner als Elektrofahrzeuge. Im Falle von Biokraftstoffen sollten auch die Rohmaterial- und Lebenszyklus-Emissionen in die Betrachtung aufgenommen werden. Die Art der transportierten Fracht kann sich eben\u00adfalls wesentlich auf die Emissionen auswirken, so z.B. der Transport fossiler Brennstoffe auf dem Schienen- oder Seeweg. Effizienzsteigerungen bei \u00fcberwiegend mit fossilen Brennstoffen betriebenen Verkehrsmitteln (z.B. Schiffe und Flugzeuge) stellen nur den Anfang des \u00dcbergangs zu einem emissionsarmen Verkehrswesen dar. Physische Risiken in Form von \u00dcberschwemmungen und extremen Niederschl\u00e4gen sowie Hitzestress k\u00f6nnen Bahngleise und andere Infrastrukturanlagen beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Ob Elektromobilit\u00e4t gr\u00fcn ist, h\u00e4ngt von der Lebensdauer ab<\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elektrofahrzeuge schneiden in Europa zwar in allen Szenarios im Hinblick auf den Lebenszyklus besser ab als Diesel- oder Benzinfahrzeuge. Doch bei der Herstellung eines Elektroautos fallen von Anfang bis Ende und unter Ber\u00fccksichtigung aller Input-Faktoren bei der Beschaffung und in den Lieferketten hohe Emissionen an. Diese Emissionen d\u00fcrften jedoch vor allem im Hin\u00adblick auf die Beschaffung der Batteriematerialien sinken. Dadurch gewinnt die Lebensdauer eines Fahrzeugs jedoch noch mehr an Bedeutung. Der CIR bewegt sich f\u00fcr den Gro\u00dfteil der verkehrsbedingten Verwendung der Ertr\u00e4ge in der Regel bei rund 1. Dies bedeutet, dass f\u00fcr jede Einheit an CO2, die beim Projekt anf\u00e4llt, zuverl\u00e4ssig die Emission einer Einheit an CO2 verhindert werden kann. Dies unterstreicht die Bedeutung der Fahrzeugle\u00adbensdauer und des Recyclings von Batteriematerialien \u2013 denn wird sichergestellt, dass langlebige Elektrofahrzeuge gebaut und die f\u00fcr Batterien ben\u00f6tigten Komponenten und Mineralien recycelt werden, dann lassen sich die induzierten Emissionen deutlich senken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die induzierten Emissionen von Elektrofahrzeugen sind von entscheidender Bedeutung, weshalb Investoren diesbez\u00fcglich Transparenz ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nutzung bestehender Infrastrukturen ist im Hinblick auf die Eind\u00e4mmung von Emis\u00adsionen extrem effizient und sollte wenn m\u00f6glich vorgezogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lebenszeit von Elektrofahrzeugen ist wesentlich f\u00fcr deren Nachhaltigkeit, da dies bedeutet, dass die Emissionen aus der Produktion \u00fcber l\u00e4ngere Zeit hinweg ausgegli\u00adchen werden k\u00f6nnen. Je l\u00e4nger ein Auto in Benutzung bleibt, desto weniger neue Fahr\u00adzeuge m\u00fcssen hergestellt werden. Die Beschaffung der f\u00fcr Batterien ben\u00f6tigten Materialien muss \u00fcberwacht werden und das Recycling dieser Materialien sollte verbindlich vorgeschrieben werden, da dies die Emissionen deutlich senken w\u00fcrde.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Spitzenreiter: Deutsche Bahn<\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Deutsche Bahn weist die beeindruckendste Umweltstrate\u00adgie auf. Sie ist sogar noch beachtenswerter, wenn man bedenkt, dass es sich im Portfolio um eine gew\u00f6hnliche Unterneh\u00admens- und nicht eine gr\u00fcne oder nachhaltige Anleihe handelt. Dies spricht f\u00fcr die St\u00e4rke der Nachhal\u00adtigkeitsstrategie der Deutschen Bahn, aber auch f\u00fcr den Mehr\u00adwert, den ma\u00df\u00adgeschneidertes ESG-Research schaffen kann. Aus dem Research zur Deut\u00adschen Bahn ergeben sich drei wesentliche Erkenntnisse: Die Auswirkungen einer star\u00adken Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens,der Wert eines gut ausge\u00adrichteten Governance-Rah\u00admenwerks, und die Skalierbarkeit von Pro\u00adjekten im Bereich \u00f6ffentli\u00adcher Verkehrsmittel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : ETFWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franklin Templeton : Pro 10 Mio. 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