{"id":14727,"date":"2018-01-24T08:00:00","date_gmt":"2018-01-24T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2018\/01\/24\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-merkel-iv-fast-am-ziel\/"},"modified":"2018-01-24T08:00:00","modified_gmt":"2018-01-24T08:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-merkel-iv-fast-am-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-merkel-iv-fast-am-ziel\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte : Merkel IV fast am Ziel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die SPD-F\u00fchrung hat sich am Sonntag mit denkbar knapper Mehrheit ins Ziel gerettet, und irgendwie war allen klar, dass die Partei bei dieser Zerrei\u00dfprobe nur verlieren konnte. Mitleid mit Parteichef Schulz lag sp\u00fcrbar in der Luft&#8230;.<\/p>\n<p> <!--more--> <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darauf deuten nicht nur die vers\u00f6hnlichen T\u00f6ne hin, die auch von erbitterten GroKo-Gegnern nach der Abstimmung zu vernehmen waren. Nun gelte es, die Reihen zu schlie\u00dfen, nur noch drei Punkte (Familiennachzug, sachgrundlose Jobbefristung und Krankenversicherung) sollten mit der Union nachverhandelt werden, um dann den fertigen Koalitionsvertrag noch vor Ostern den Mitgliedern zur Abstimmung vorzulegen. Kommt es tats\u00e4chlich zu einer neuen Regierung aus SPD und Union, d\u00fcrfte die SPD ihr mageres Wahlergebnis von 20,5% optimal in politischen Einfluss umgem\u00fcnzt haben. Alles richtig gemacht also. Der Fehler lag in der R\u00fcckbetrachtung wohl auch eher in der Vehemenz, mit der Schulz und seine Mitstreiter nur Minuten nach Schlie\u00dfen der Wahllokale und in den Wochen danach eine erneute GroKo ausgeschlossen hatten. Alles m\u00fcsse nun anders werden, hie\u00df es gebetsm\u00fchlenartig, ein \u201aWeiter so\u2018 d\u00fcrfe es nicht geben. Es wird nicht nur den eigenen W\u00e4hlern und Mitgliedern schwer zu vermitteln sein, wie diese Erneuerung in einem zum Verwechseln \u00e4hnlichen Setup gelingen soll, wieder als Junior-Koalitionspartner mit der Union, wieder unter einer Kanzlerin Merkel. Ob Schulz das alles politisch \u00fcberleben kann, bleibt fraglich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Sicht der Finanzm\u00e4rkte ist verst\u00e4ndlicherweise auch eine Regierung, die f\u00fcr die SPD zur Zerrei\u00dfprobe f\u00fchrt und m\u00f6glicherweise nur eine \u00dcbergangsl\u00f6sung darstellt, besser als gar keine. Dies gilt vor allem, wenn diese Regierungskombination diejenige ist, welche sich am eindeutigsten pro Europa ausspricht. Die im Sondierungspapier genannte Bereitschaft, mehr in den EU-Haushalt einzuzahlen und auch einem gemeinsamen Investitionsfonds f\u00fcr die Eurozone zuzustimmen, wurde in Paris erfreut zur Kenntnis genommen und verhalf dem Euro \u2013 zusammen mit der Haushaltssperre in den USA und der vermeintlich anstehenden Versch\u00e4rfung der EZB-Politik \u2013 zu einer weiteren Aufwertung gegen\u00fcber dem US-Dollar. Diese Aufwertung \u2013 Anfang der Woche wurde erstmals seit Ende 2014 die 1,23 \u00fcberschritten \u2013 k\u00f6nnte anhalten, zumindest solange sich das Chaos in Washington nicht lichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Haushaltssperre wird in den USA dann verf\u00fcgt, wenn eine Erh\u00f6hung der Schuldengrenze nicht beschlossen werden kann. Zahlungen von Geh\u00e4ltern an Angestellte bundesstaatlicher Einrichtungen werden dann eingestellt, bis eine neue Schuldengrenze greift und wieder Geld flie\u00dfen kann. Am Freitag scheiterte der Deal daran, dass die Regierung nicht die erforderliche Mehrheit von 60 Stimmen im Senat erhielt. Die hierf\u00fcr notwendigen mindestens neun Stimmen von demokratischen Senatoren waren an Zugest\u00e4ndnisse der Republikaner bei der Einwanderungspolitik gekn\u00fcpft gewesen. Zwar d\u00fcrfte es in den n\u00e4chsten Tagen zu einer Einigung in diesem Kuhhandel kommen, aber je l\u00e4nger der Shutdown andauert, desto mehr Marktteilnehmer werden daran zweifeln, dass die gegenw\u00e4rtige Administration in der Lage ist, die gewaltigen haushaltspolitischen Herausforderungen der n\u00e4chsten Quartale anzugehen, allen voran die Finanzierung der Steuerausf\u00e4lle im Zuge der Steuerreform. Als Konsequenz nehmen wir an, dass Gl\u00e4ubiger h\u00f6here Zinsen auf US-Schuldtitel verlangen und damit den US-Dollar wieder aufwerten lassen d\u00fcrften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&nbsp;Was bedeutet das f\u00fcr Anleger? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine nicht unwichtige Rolle beim Blick auf die Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa spielt die EZB. Die starken Makrodaten der letzten Monate und ein optimistischerer Ton im Dezemberprotokoll verleiteten viele Beobachter am Jahresanfang zu der Schlussfolgerung, die EZB werde bald ihre Aussagen zur Zinspolitik \u00e4ndern, mit anderen Worten eventuell fr\u00fcher die Zinsen anheben als bisher angenommen. Wir halten aber diese Lesart f\u00fcr zumindest fragw\u00fcrdig. Denn bisher zeigt sich trotz wirtschaftlicher Dynamik und sinkender Arbeitslosigkeit in Europa kaum Bewegung bei L\u00f6hnen und Preisen. Und genau dies sind die Parameter, auf welche die EZB prim\u00e4r schaut. Sollte es auch weiterhin kaum Einfluss des kr\u00e4ftigen Wachstums auf die Preisdynamik geben, d\u00fcrfte die EZB bei ihrem Mantra bleiben, und dies besagt, dass die Zinsen noch \u201eweit \u00fcber das Ende des Anleihekaufprogrammes hinaus\u201c niedrig bleiben werden. Es k\u00f6nnte sich also zumindest als verfr\u00fcht erweisen, aus Europas kerngesunder gesamtwirtschaftlicher Nachfrage schnelle Aussichten auf h\u00f6here Zinsen herauslesen zu wollen. Am Donnerstagnachmittag, wenn Mario Draghi und Kollegen zur Pressekonferenz bitten, werden wir wohl Genaueres erfahren.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD-F\u00fchrung hat sich am Sonntag mit denkbar knapper Mehrheit ins Ziel gerettet, und irgendwie war allen klar, dass die Partei bei dieser Zerrei\u00dfprobe nur verlieren konnte. 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