{"id":14690,"date":"2018-02-06T23:00:00","date_gmt":"2018-02-06T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2018\/02\/06\/goldman-sachs-beobachtungen-zur-marktvolatilitaet\/"},"modified":"2018-02-06T23:00:00","modified_gmt":"2018-02-06T23:00:00","slug":"goldman-sachs-beobachtungen-zur-marktvolatilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/goldman-sachs-beobachtungen-zur-marktvolatilitaet\/","title":{"rendered":"Goldman Sachs: Beobachtungen zur Marktvolatilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcberblick<\/strong> : Mit dem 4.1%-igen Einbruch des S&amp;P 500 am Montag, 5. Februar, hat die Volatilit\u00e4t der Aktienm\u00e4rkte rasant zugenommen&#8230;.<\/p>\n<p> <!--more--> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Pascal Mischler, Country Head Goldman Sachs Asset Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der VIX-Index als Indikator der impliziten Aktienmarkt-Volatilit\u00e4t ist um 116% in die H\u00f6he geschnellt \u2013 die h\u00f6chste jemals verbuchte prozentuale Ver\u00e4nderung an einem einzigen Tag. Anleihen- und W\u00e4hrungsm\u00e4rkte sind ebenfalls volatiler geworden, wenn auch in geringerem Mass als der Aktienmarkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der R\u00fccksetzer des S&amp;P 500 am Montag markierte den h\u00f6chsten Tagesverlust seit August 2011. Damals herrschte im Gegensatz zu heute jedoch schon vorher ein volatiles Umfeld: das Kreditrating der USA war gesenkt worden, und der Firmenkreditmarkt wie auch der Markt f\u00fcr europ\u00e4ische Staatsanleihen steckten in der Krise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus fundamentaler Sicht halten wir Aktien weiterhin f\u00fcr attraktiv. Das starke Wirtschaftswachstum treibt die Gewinnprognosen in die H\u00f6he: der Konsens f\u00fcr das Gewinnwachstum im S&amp;P 500 f\u00fcr FY2018 wurde seit Jahresbeginn um 4.4 Prozentpunkte angehoben, von 12.3% auf 16.7%1. Zus\u00e4tzlichen R\u00fcckenwind im Unternehmenssektor erwarten wir von der US-Steuerreform, die noch nicht voll in den Bewertungen eingepreist ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir bewerten den R\u00fccksetzer der Aktienm\u00e4rkte als eine gesunde und gerechtfertigte Korrektur. Wie schon in unserem Investment Outlook 2018 zu lesen, waren eine gewisse Korrektur und ein Volatilit\u00e4tsanstieg am US-Aktienmarkt \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Anbetracht der starken Fundamentaldaten sind wir der Meinung, dass die Aktienschw\u00e4che eine kurzfristige Korrektur ist, die in erster Linie von technischen Faktoren getrieben wird, und nicht der Anfang vom Ende des Bullenmarktes. Die aktuellen Ereignisse sind eher eine Reaktion des Marktes auf die gestiegene Volatilit\u00e4t, als umgekehrt bestimmte Marktentwicklungen die Volatilit\u00e4t in die H\u00f6he treiben w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zu den wichtigsten Treibern des Volatilit\u00e4tsanstiegs z\u00e4hlen:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong> Steigende Zinsen<\/strong> Das starke Wirtschaftswachstum und Anzeichen f\u00fcr weiter anziehende L\u00f6hne haben zum Anstieg der US-Zinsen gef\u00fchrt, in dessen Folge die Zinsvolatilit\u00e4t zugenommen hat. Der Aktienr\u00fcckgang nahm seinen Anfang in renditest\u00e4rkeren, zinssensitiveren Sektoren und weitete sich von dort auf den Gesamtmarkt aus.<\/li>\n<li><strong> \u00dcbertreibung bei \u00abShort-Volatility\u00bb-Produkten<\/strong> In einem fl\u00e4chendeckend schwankungsarmen Umfeld wie nie zuvor haben aus unserer Sicht Anlagen in sogenannte \u00abShort-Volatility\u00bb-Produkte \u00dcberhand genommen. Das \u00abOpen Interest\u00bb bei einigen dieser Produkte erreichte letzte Woche einen neuen H\u00f6chststand. Steigende Zinsen in Kombination mit dem Einbruch zinssensitiver Aktiensegmente haben bei dieser Strategie offenbar eine Trendwende ausgel\u00f6st. Dabei kam es zu einer selbstverst\u00e4rkenden Wirkung, weil \u00abShort-Volatility\u00bb-Produkte bei steigender Volatilit\u00e4t gezwungen sind, weitere Volatilit\u00e4t zu kaufen. Laut Bloomberg News wurde bei \u00fcber einem Dutzend Produkten, die sich am VIX-Index orientieren, am Dienstagmorgen der Handel ausgesetzt.&nbsp;<\/li>\n<li><strong> Absicherungsgesch\u00e4fte von Market-Makern<\/strong> Um aus \u00abShort-Volatility\u00bb-Produkten auszusteigen, m\u00fcssen Anleger Volatilit\u00e4t von Market-Makern kaufen. Da die Market-Maker Volatilit\u00e4t in steigenden M\u00e4rkten verkaufen, liegt es nahe, dass sie ihre Engagements durch Aktienverk\u00e4ufe absichern.<\/li>\n<li><strong> Systematischer Handel<\/strong> Steigende Volatilit\u00e4t kann bei einer Vielzahl von Anlageprodukten systematische Umschichtungen, Hedging-Ans\u00e4tze oder den Einsatz sonstiger Handelsstrategien nach sich ziehen. Einige Beispiele daf\u00fcr sind Risk-Parity-Strategien, die bei steigender Aktienvolatilit\u00e4t zur Umschichtung von Aktien in andere Anlageklassen neigen, Rentenprodukte, die bei anziehender Volatilit\u00e4t tendenziell ihre Positionen absichern, und Momentum-orientierte Produkte, die bei Momentum-Verschiebungen vielfach Positionen abstossen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus unserer Sicht bietet die aktuelle Korrektur am Aktienmarkt Chancen auf den Einstieg zu attraktiveren Bewertungen. Nach den Ausverk\u00e4ufen lag der Forward-KGV des S&amp;P 500 zum Handelsschluss am Montag mit 17.3x deutlich unter dem Wert von 18.5x, der noch am 1. Februar 2018 zu Buche stand2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Signalgeber f\u00fcr eine Trendumkehr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen mehrere wichtige Signalgeber, die eine l\u00e4ngerfristige Trendwende am Aktienmarkt ank\u00fcndigen k\u00f6nnten.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong> Zinsen:<\/strong> Wie in unserem Investment Outlook f\u00fcr 2018 erl\u00e4utert, bieten Aktien aus unserer Sicht eine attraktive Risikopr\u00e4mie gegen\u00fcber Staatsanleihen. Dies k\u00f6nnte als Puffer gegen steigende Zinsen dienen. Unseres Erachtens k\u00f6nnten zehnj\u00e4hrige US-Zinsen auf 3% oder mehr steigen, ohne dass betr\u00e4chtliche Aktienausverk\u00e4ufe zu bef\u00fcrchten w\u00e4ren.<\/li>\n<li><strong> Inflationserwartungen<\/strong>: Inflationserwartungen sind ein Schl\u00fcsselindikator f\u00fcr die l\u00e4ngerfristigen Zinsen. Die US Federal Reserve (Fed) hat zuletzt mit grossem Erfolg die kurzfristigen Zinsen angehoben, ohne dabei den Ausblick f\u00fcr l\u00e4ngerfristige Zinsen ins Wanken zu bringen. Eine Verschiebung der Inflationserwartungen k\u00f6nnte jedoch Unsicherheit \u00fcber die weitere Fed-Politik ausl\u00f6sen und damit das Risiko eines st\u00e4rkeren Anstiegs der langfristigen Zinsen erh\u00f6hen.<\/li>\n<li><strong> Kreditm\u00e4rkte<\/strong>: Im Vorfeld einer l\u00e4ngerfristigen Umkehr am Aktienmarkt kommt es oft zu Stress an den Firmenkreditm\u00e4rkten. Hierf\u00fcr sind derzeit keine Anzeichen erkennbar, zumal die Spannen von Unternehmensanleihen nahe dem Rezessionsniveau liegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">1&nbsp;Source: IBES via Datastream, as of Feb. 5, 2018<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2&nbsp;Source: IBES via Datastream, as of Feb. 5, 2018<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberblick : Mit dem 4.1%-igen Einbruch des S&amp;P 500 am Montag, 5. 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