{"id":14553,"date":"2018-01-28T23:00:00","date_gmt":"2018-01-28T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2018\/01\/28\/erste-invesco-studie-zum-anlageverhalten-von-anleiheinvestoren-signalisiert-neue-herausforderungen-in-der-aera-der-neuen-normalisierung\/"},"modified":"2018-01-28T23:00:00","modified_gmt":"2018-01-28T23:00:00","slug":"erste-invesco-studie-zum-anlageverhalten-von-anleiheinvestoren-signalisiert-neue-herausforderungen-in-der-aera-der-neuen-normalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/erste-invesco-studie-zum-anlageverhalten-von-anleiheinvestoren-signalisiert-neue-herausforderungen-in-der-aera-der-neuen-normalisierung\/","title":{"rendered":"Erste Invesco-Studie zum Anlageverhalten von Anleiheinvestoren signalisiert neue Herausforderungen in der \u00c4ra der &#8222;neuen Normalisierung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Viele Investoren sind \u00fcberzeugt, dass die lange Phase der Ruhe an den Zinsm\u00e4rkten im Nachgang der Finanzkrise auf ihr Ende zusteuert, jetzt, da die Zentralbanken beginnen, ihre Stimulusma\u00dfnahmen zur\u00fcckzufahren&#8230;&nbsp;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr id=\"mce-hr-marker\" \/>\n<p><strong>Nick Tolchard, Head of EMEA bei Invesco Fixed Income<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anleiheinvestoren sehen den globalen Wachstumsausblick zumeist positiv, stellen sich aber auf neue Herausforderungen wie den demografischen Wandel und eine strengere Regulierung ein. Das Interesse an alternativen Kreditinstrumenten, einem zunehmend wichtigen Segment des Zinsuniversums, ist unver\u00e4ndert hoch. Die Investoren rechnen jedoch mit einer Rotation hin zu bonit\u00e4tsstarken Anleihen, den sogenannten Kernanleihen. So lauten einige der wichtigsten Ergebnisse der ersten Global Fixed Income Studie von Invesco, einer umfassenden Analyse des Anlageverhaltens von Anleiheinvestoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die Studie zeigt erwarten die Investoren eine Phase der \u201aneuen Normalisierung\u2018 an den Zinsm\u00e4rkten mit niedrigeren Renditen, einer schwachen Inflation und erneuten Zentralbankinterventionen. Eine bedeutende Minderheit erwartet dagegen eine g\u00e4nzlich andere Entwicklung mit einem deflation\u00e4ren Schock, der durch das Ende des zyklischen Abschwungs in immer noch fragilen Volkswirtschaften verursacht wird. Ungeachtet der implizit inflation\u00e4ren Fiskalpolitik der Trump-Regierung in den USA rechnen nur wenige mit einer starken, sp\u00e4tzyklischen Beschleunigung der Inflation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Studie, die auf pers\u00f6nlichen Interviews mit 79 Anleihenprofis und CIOs im asiatisch-pazifischen Raum, der EMEA-Region und Nordamerika basiert, zeigt, dass mehr als die H\u00e4lfte (58%) der befragten Anleiheinvestoren die Weltwirtschaft zwar auf dem Weg der Erholung sehen, nicht aber die typische Normalisierung nach einem Abschwung. Die meisten rechnen mit einer nur langsamen Verbesserung der wichtigsten wirtschaftlichen Messgr\u00f6\u00dfen. Erwartet werden moderate Wachstumsraten und schrittweise Leitzinserh\u00f6hungen, wodurch die Zinsen am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve schneller steigen d\u00fcrften als am langen Ende. Ein Inflationsrisiko sehen die wenigsten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neue Herausforderungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Renditen jedes Jahr weiter gesunken sind, war die Renditesuche im Niedrigzinsumfeld in den letzten Jahren die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Anleiheinvestoren. Bis auf weiteres bleiben die niedrigen Zinsen auch der aus ihrer Sicht wichtigste Einzelfaktor f\u00fcr ihre Anlageentscheidungen. Gleichzeitig bilden sich aber auch neue Herausforderungen heraus, die sich in der Ausrichtung der Anleihenportfolios niederschlagen werden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Alternde Bev\u00f6lkerungen sind ein wesentlicher Sorgenfaktor f\u00fcr die Pensionskassen. Die gr\u00f6\u00dften negativen Auswirkungen hat der demografische Wandel f\u00fcr Pensionspl\u00e4ne mit leistungsorientierten Zusagen, deren ohnehin bereits hohe Finanzierungsdefizite und Asset-Liability-Mismatches \u2013 die fehlende \u00dcbereinstimmung der versicherungstechnischen Verpflichtungen mit den zu ihrer Deckung dienenden Aktivposten \u2013 noch weiter zunehmen k\u00f6nnten. Beitragsorientierte Vorsorgepl\u00e4ne finanzieren zwar gew\u00f6hnlich keine Garantiezusagen, m\u00fcssen aber den zunehmenden Anforderungen der unterschiedlichen Leistungsempf\u00e4nger gerecht werden \u2013 von denjenigen, die sich dem Rentenalter n\u00e4hern, bis zu denjenigen, die gerade in ihr Berufsleben starten. Die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse dieser Investoren erh\u00f6hten die Komplexit\u00e4t der beitragsorientierten Altersversorgungspl\u00e4ne.<\/li>\n<li>F\u00fcr die Versicherungsgesellschaften ist die strengere Regulierung der gr\u00f6\u00dfte Sorgenfaktor. In Europa wie auch in Asien sollen neue Regelungen \u2013 Solvency II bzw. Risk-Based Capital und C-Ross \u2013 f\u00fcr mehr Transparenz und ein besseres Risikomanagement sorgen. Das stellt insbesondere Versicherungsgesellschaften mit vielen Garantiezinsvertr\u00e4gen und entsprechend hohen Renditeanforderungen vor neue Herausforderungen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Angesichts der Erfolge populistischer politischer Bewegungen, des Risikos eines Zerfalls der Eurozone und der Unberechenbarkeit der Trump-Regierung sind viele Anleiheinvestoren wachsam bez\u00fcglich h\u00f6herer geopolitischer Unsicherheiten. Bislang haben sich die M\u00e4rkte von den geopolitischen Ereignissen zwar weitgehend unbeeindruckt gezeigt. 70 Prozent der befragten Investoren meinen aber, dass sich das in den n\u00e4chsten drei Jahren \u00e4ndern wird, verglichen mit aktuell 55 Prozent.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alternative Kreditinstrumente gefragt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Jahrzehnten haben sich immer wieder neue Teilsegmente der Zinsm\u00e4rkte herausgebildet. Dadurch k\u00f6nnen Investoren jetzt aus einem sehr breiten Angebot an unterschiedlichen Schuldinstrumenten ausw\u00e4hlen. In vielen Anleihenportfolios spielen traditionelle Kernanleihen weiter eine wesentliche Rolle. Alternative Schuldinstrumente haben sich aber zunehmend etabliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alternative Kreditinstrumente erm\u00f6glichen eine breitere Portfoliodiversifikation. Traditionelle Ertragstreiber wie Zins und Laufzeit werden durch alternative Faktoren wie Illiquidit\u00e4t und Managerkompetenz erg\u00e4nzt. Absolute-Return-Strategien, die unabh\u00e4ngig von traditionellen Benchmark-Indizes gemanagt werden, gewinnen an Bedeutung. F\u00fcr Investoren ergeben sich dadurch mehrere Vorteile. Als wichtigsten Grund f\u00fcr die Anlage in alternative Kreditinstrumente nennen sie das h\u00f6here Alpha-Potenzial, dicht gefolgt von einer gr\u00f6\u00dferen Portfoliodiversifikation und potenziell h\u00f6heren laufenden Ertr\u00e4gen durch Absch\u00f6pfung zus\u00e4tzlicher Risikopr\u00e4mien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Schnitt haben die befragten Investoren 19 Prozent ihrer Anleihenportfolios in alternative Credit-Strategien investiert . Am gefragtesten sind diese Strategien in Nordamerika mit einem durchschnittlichen Portfolioanteil von 26 Prozent. Gr\u00f6\u00dfere Investoren (AUM&gt;15 Mrd. US-Dollar) haben zumeist h\u00f6here Allokationen in alternativen Credit-Anlagen. Kleinere Investoren (AUM&lt;15 Mrd. US-Dollar), die gew\u00f6hnlich weniger interne Ressourcen und kleinere Anforderungen an die Ordergr\u00f6\u00dfe haben, k\u00f6nnen nicht im gleichen Ma\u00dfe von alternativen Credit-Strategien profitieren wie gr\u00f6\u00dfere Investoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Verschiebung der Anlageschwerpunkte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Investoren haben ihre Allokationen in Kernanleihen in den letzten drei Jahren zur\u00fcckgefahren und vermehrt auf alternative Credit-Anlagen gesetzt. Die Mehrheit der befragten Investoren (63%) rechnet auf Sicht der n\u00e4chsten drei Jahre aber mit einer erneuten Rotation in Kernanleihen, die haupts\u00e4chlich aus den Aktienportfolios finanziert werden soll. Die Investoren wollen weiter in alternative Credit-Strategien investieren, angesichts der h\u00f6heren Kurse und d\u00fcnner ges\u00e4ten Anlagechancen aber nicht mehr so stark wie zuvor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dahinter steht auch die \u00dcberzeugung, dass bestimmte alternative Credit-Teilm\u00e4rkte inzwischen teuer sind. Nach Ansicht der befragten Investoren gilt das insbesondere f\u00fcr Hochzinsanleihen, strukturierte Kreditinstrumente und \u2013 in geringerem Ma\u00dfe \u2013 Direct Lending. Ged\u00e4mpft wird das Anlegerinteresse an diesen Anlagewerten auch durch Sorgen \u00fcber st\u00e4rkere Auswirkungen negativer wirtschaftlicher Schocks auf diese Anlageklassen. Immer mehr Investoren sind davon \u00fcberzeugt, dass sich der globale Konjunkturzyklus seinem Ende n\u00e4hert. Einige Investoren zeigen sich besorgt, dass Hochzinsanleihen und strukturierte Kreditinstrumente im n\u00e4chsten Abschwung am h\u00e4rtesten getroffen sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter sehr gefragt sind dagegen Schwellenl\u00e4nderanleihen. Aktuell betr\u00e4gt die durchschnittliche Allokation in diese alternative Credit-Anlageklasse 3 Prozent. 29 Prozent der Befragten rechnen in den n\u00e4chsten drei Jahren mit einer Ausweitung dieser Allokation. Aus Sicht der Investoren er\u00f6ffnen bessere wirtschaftliche Fundamentaldaten, schrumpfende Leistungsbilanzdefizite und geringere direkte Auswirkungen der steigenden Zinsen in den USA hier interessante Anlagem\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nick Tolchard, Head of EMEA bei Invesco Fixed Income, kommentiert:<\/strong> \u201eDie Weltwirtschaft erholt sich und die Zentralbanken kehren allm\u00e4hlich zu einer konventionelleren Geldpolitik zur\u00fcck. Vor diesem Hintergrund rechnen die Anleiheinvestoren mit einem baldigen Ende des ausgedehnten R\u00fcckgangs der Anleiherenditen, sind aber unsicher, wie es weitergeht. Unabh\u00e4ngig davon, ob die erwartete \u201aneue Normalisierung\u2018 oder ein anderes Szenario eintritt, stehen die Anleiheinvestoren weiter unter Performancedruck. Dabei steht ihnen inzwischen ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Instrumentarium zur Verf\u00fcgung, das auch zunehmend genutzt wird \u2013 entweder durch die eigenen Teams oder \u2013 h\u00e4ufiger \u2013 in Zusammenarbeit mit externen Asset Managern.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Investoren sind \u00fcberzeugt, dass die lange Phase der Ruhe an den Zinsm\u00e4rkten im Nachgang der Finanzkrise auf ihr Ende zusteuert, jetzt, da die Zentralbanken beginnen, ihre Stimulusma\u00dfnahmen zur\u00fcckzufahren&#8230;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":16400,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-14553","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14553","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14553\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}