{"id":13182,"date":"2014-10-29T08:00:00","date_gmt":"2014-10-29T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2014\/10\/29\/lgt-deflationsrisiko-belastet-europa\/"},"modified":"2014-10-29T08:00:00","modified_gmt":"2014-10-29T08:00:00","slug":"lgt-deflationsrisiko-belastet-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/lgt-deflationsrisiko-belastet-europa\/","title":{"rendered":"LGT: Deflationsrisiko belastet Europa"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die j\u00fcngste Aktienerholung war die st\u00e4rkste seit Beginn der \u00abOperation Twist\u00bb vor gut drei Jahren. Im Sommer 2011 waren Zweifel an der Wirksamkeit der US-Geldpolitik noch weit &nbsp;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/strong><\/p>\n<p>{loadposition notizie}<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">verbreitet und in Europa tobte die \u00abEurokrise\u00bb, doch der S&amp;P 500 notiert inzwischen beinahe doppelt so hoch wie damals. Heute lasten deflation\u00e4re Risiken auf Europa \u2013 und es k\u00f6nnte eine Weile brauchen, bis der Markt mehr Vertrauen in die j\u00fcngsten EZB-Massnahmen fasst.<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; color: black;\">Mit fortschreitender Berichtssaison scheinen sich manche Angeler\u00e4ngste wieder in Luft aufzul\u00f6sen. Seit dem Tiefpunkt des grossen Ausverkaufs vom 15. Oktober hat sich S&amp;P 500 um 9% erholt. Der EuroStoxx hat sich seit seinem Tiefpunkt am Tag danach sogar um 9.5% erholt. Wir erleben in den westlichen M\u00e4rkten also die kr\u00e4ftigste Erholung von einer Korrektur seit Oktober 2011.<\/span><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Die letzte grosse Korrektur verpuffte nach einigen Monaten<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Erinnern wir uns kurz an den Sommer 2011 zur\u00fcck: In Washington herrschte das politische Hickhack um die Schuldenpolitik, woraufhin die Rating-Agentur S&amp;P die Kreditw\u00fcrdigkeit der USA herabstufte. Die Inflationsrate war von rund 1% im November 2010 auf knapp 4% im September 2011 angestiegen, w\u00e4hrend die Arbeitslosenquote seit Februar 2011 zwischen 9% und 9.2% verharrte. Es sah also nach einer \u00abStagflation\u00bb in den USA aus &#8211; steigende Preise bei stagnierendem Wachstum. So verwundert es kaum, dass Zweifel an der Geldpolitik des \u00abQuantitative Easing\u00bb (\u00abQE\u00bb) noch vergleichsweise weit verbreitet waren. Auch an politischer Kritik mangelte es nicht: Im US-Kongress gab es sogar Stimmen, die von einer Abschaffung der Federal Reserve sprachen. In Europa hatte sich die Politik nach einem turbulenten Sommer mit zahlreichen Bonit\u00e4tsherabstufungen von Banken und Staaten auf diverse noch schemenhafte Krisenpl\u00e4ne und ein zweites Griechenland-Paket geeinigt &#8211; welches damals weder von Investoren, noch von der betroffenen Bev\u00f6lkerung gefeiert wurde.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Sinkende Marktbreite als Warnsignal<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Auch der technische Ausblick hatte sich eingetr\u00fcbt. Die \u00abMarktbreite\u00bb in den USA, gemessen am Prozentsatz der Aktien, die \u00fcber ihrem 200-Tage-Durchschnittskurs notierten, war im Lauf des Sommers auf 7% gefallen &#8211; dem niedrigsten Stand seit dem Tiefpunkt der Baisse von 2007-2008. Auch wenn sich all diese Sorgen letztlich wieder verfl\u00fcchtigten (der genannte Prozentsatz notierte im M\u00e4rz 2012 wieder bei 70%) blieb die Situation eine Zeit lang doch \u00fcberdurchschnittlich volatil.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Welchen Weg geht die Europ\u00e4ische Zentralbank?<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">In mancher Hinsicht ist die Europ\u00e4ische Zentralbank heute in einer \u00e4hnlichen Ausgangslage wie seinerzeit die Fed. Im oben beschriebenen kritischen Umfeld hatte die Fed im September 2011 die sogenannte \u00abOperation Twist\u00bb lanciert &#8211; eine abgeschw\u00e4chte Alternative zu \u00abQE\u00bb. Nachdem die Inflationsrate etwa ein Jahr sp\u00e4ter jedoch wieder von fast 4% auf 1% gesunken war, nahm die Fed wieder die aggressivere \u00abQE\u00bb-Politik auf. Ebenso k\u00f6nnte es der EZB ergehen: Ihre j\u00fcngsten geldpolitischen Ank\u00fcndigungen haben entt\u00e4uscht, weil sie suggerierten, dass es innerhalb der EZB eine m\u00e4chtige Minderheit gibt, die sich gegen eine wirklich inflationstolerante Politik stemmt. Damit wirkt die EZB \u00e4hnlich anachronistisch wie die Bank of Japan in der ersten H\u00e4lfte der 1990er Jahre. Welchen Weg wird die EZB letztlich gehen &#8211; den japanischen oder den amerikanischen?<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Risiko des Abgleitens in eine Deflation noch nicht g\u00e4nzlich eingepreist<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; color: black;\">Die Deflationsangst wirkt f\u00fcr Europa insgesamt \u00fcbertrieben, denn die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert: Vor 20 Jahren stand Japan mit seiner Deflation noch alleine da. Heute werden die Geldmengen \u00fcberall stark ausgeweitet, ohne bislang un\u00fcberschaubare Inflationswellen auszul\u00f6sen. Angesichts der deflation\u00e4ren Potenziale in Europa d\u00fcrften daher auch \u00fcberzeugte \u00abQE\u00bb-Gegner fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nachgeben. Je fr\u00fcher dies passiert, desto besser f\u00fcr europ\u00e4ische Aktien &#8211; insbesondere, wenn die Unternehmensergebnisse in der Region insgesamt positiv \u00fcberraschen sollten, wie die ersten Indizien aus der aktuellen Berichtssaison anzeigen. Unter dem Strich ist aber noch nicht klar, dass die deflation\u00e4ren Entwicklungen in der Region abgewendet werden k\u00f6nnen. Daher erscheint uns eine Reduktion der europ\u00e4ischen Aktienquote auf Neutralposition derzeit angebracht. Es k\u00f6nnte noch weiterer Turbulenzen bed\u00fcrfen, bis die gestiegenen wirtschaftlichen Risiken in Europa vollends eingepreist sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Guter Start f\u00fcr die europ\u00e4ische Berichtssaison Q3\/2014<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Die ersten Indizien aus der europ\u00e4ischen Berichtssaison sind erfreulich. Die Gewinne steigen in fast allen Sektoren st\u00e4rker als erwartet. Anders als in den USA und zuletzt auch Japan sind die Ums\u00e4tze in Europa aber immer generell r\u00fcckl\u00e4ufig, wenn auch nicht im bef\u00fcrchteten Ausmass (siehe PDF, Seite 2). Damit w\u00e4ren wir auch schon beim Wachstum: Weil das nominale Bruttoinlandsprodukt die Basis aller Ums\u00e4tze darstellt, w\u00e4re eine inflationsfreundlichere Geldpolitik hilfreich. Solange die Ums\u00e4tze generell sinken, gehen Gewinnsteigerungen prim\u00e4r auf Spar- und Produktivit\u00e4tsmassnahmen zur\u00fcck. Der Fokus auf die Gewinnmargen stellt eine gute Ausgangsbasis dar. Klar ist aber auch, dass die Margen nicht ewig in den Himmel wachsen k\u00f6nnen. Eine \u00abreflation\u00e4re\u00bb Geldpolitik w\u00fcrde im Erfolgsfall auch Europa helfen, den \u00dcbergang von der \u00abGesundschrumpfung\u00bb zum Wachstum zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Sinkende Marktbreite<\/strong><br \/> Aus technischer hat in den letzten Monaten die Marktbreite abgenommen, was f\u00fcr als ein \u00abbearisches\u00bb Warnzeichen gilt. Abgesehen davon, dass \u00abtechnische\u00bb Signale wieder drehen k\u00f6nnen, relativiert allerdings auch der Blick auf die Geschichte die langfristige Bedeutung dieser Warnung. Das Beispiel des Prozentsatzes der US-Aktien, die unter ihrem 200-Tages-Durchschnittskurs notieren, haben wir bereits auf Seite 1 im PDF erw\u00e4hnt. 2011 hatte sich dieser Indikator innerhalb einiger Monate wieder normalisiert. Heute kommt als weiteres Warnsignal jedoch auch die relative Schw\u00e4che der \u00abSmall Caps\u00bb hinzu: Der \u00abSmall Caps\u00bb-Index Russell 2000 befindet sich relativ zum S&amp;P 500 (\u00abLarge Caps\u00bb) seit M\u00e4rz auf Talfahrt (siehe PDF, Seite 2). 2006 folgte auf eine solche Entwicklung tats\u00e4chlich eine Baisse. Es kann aber auch ganz anders kommen: So neigten \u00abSmall Caps\u00bb auch von Juli 1983 bis M\u00e4rz 2000 trendm\u00e4ssig zur relativen Schw\u00e4che &#8211; und gleichzeitig erlebten wir von 1980 bis 2000 die gr\u00f6sste Aktienhausse des vergangenen Jahrhunderts (einschliesslich der Internet-Blase ab Mitte der 1990er Jahre). Dennoch ist es heute letztlich so, dass der technische Ausblick nicht mehr so klar ist, wie noch vor wenigen Monaten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die j\u00fcngste Aktienerholung war die st\u00e4rkste seit Beginn der \u00abOperation Twist\u00bb vor gut drei Jahren. 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