{"id":13178,"date":"2014-10-22T07:00:00","date_gmt":"2014-10-22T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2014\/10\/22\/lgt-rueckbesinnung-auf-das-gewinnwachstum\/"},"modified":"2014-10-22T07:00:00","modified_gmt":"2014-10-22T07:00:00","slug":"lgt-rueckbesinnung-auf-das-gewinnwachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/lgt-rueckbesinnung-auf-das-gewinnwachstum\/","title":{"rendered":"LGT: R\u00fcckbesinnung auf das Gewinnwachstum"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die j\u00fcngsten Turbulenzen setzten ausgerechnet kurz vor der Berichtssaison ein und waren die heftigsten seit 2011. So weisen nun viele B\u00f6rsenindizes seit Jahresbeginn Verluste aus. Die &#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/strong><\/p>\n<p>{loadposition notizie}<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unternehmensgewinne wachsen indessen unter dem Strich wieder deutlich schneller als erwartet. Die Anleger k\u00f6nnten daher den aktuellsten Panikanfall schon bald \u00fcberwinden und Aktien wieder als die attraktivste Ertragsquelle betrachten.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Finanzm\u00e4rkte k\u00f6nnen sich bekanntlich manchmal grundlos in etwas \u00abhineintheatern\u00bb. Paul Samuelson merkte einmal etwas h\u00f6hnisch an, die B\u00f6rse habe neun der letzten f\u00fcnf Rezessionen vorausgesehen. W\u00e4hrend der Marktturbulenzen im Laufe des letzten Monats konnten wir jedenfalls noch einmal h\u00f6ren, wie schwach die Weltkonjunktur im Grunde geblieben ist und bleiben d\u00fcrfte. Seien es die hohen Staatsschulden der Industriel\u00e4nder, die steigende Unternehmensverschuldung in China, oder die Probleme vieler Schwellenl\u00e4nder im Schlepptau sinkender Rohstoffpreise &#8211; an Wachstumshemmnissen mangelt es mit Sicherheit nicht.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Angst vor Rezession wirkt \u00fcbertrieben <\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">An harten Fakten, die auf einen globalen Konjunktureinbruch hinweisen, mangelt es hingegen schon. Gewiss, es gab einige entt\u00e4uschende Wirtschaftsdaten, insbesondere aus Europa. So fiel beispielsweise der Einkaufsmanagerindex (PMI) f\u00fcr die Industrie in Deutschland zuletzt knapp unter den Schwellenwert von 50 Punkten, der vor einem Abschwung warnt. Doch f\u00fcr Japan, China und USA &#8211; den drei n\u00e4chstgr\u00f6ssten Volkswirtschaften &#8211; signalisierten ebendiese Umfragen erneut eine Aufhellung in den kommenden Monaten. Auch die meisten anderen gr\u00f6sseren \u00d6konomien sind auf dem Wachstumspfad geblieben.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Gewinnwachstum der Unternehmen von ausschlaggebender Bedeutung <\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Ausserdem sollten wir die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass die Partizipation der Anleger am allgemeinen Konjunkturverlauf nicht direkt, sondern \u00fcber den Umweg der Unternehmensprofitabilit\u00e4t und des Zinsniveaus erfolgt. Und in diesem Sinn haben die Kurs- und Zinseinbr\u00fcche der letzten Wochen das Gleichgewicht der Pr\u00e4ferenzen nur einmal mehr zugunsten von Aktien verschoben. Erinnern wir uns zun\u00e4chst an das grosse Gesamtbild: W\u00e4hrend das allgemeine Wirtschaftswachstum nach der Finanzkrise von 2008 sicherlich im historischen Vergleich international schwach ausgefallen ist, haben sich die Unternehmensgewinne in den meisten M\u00e4rkten unter dem Strich \u00fcberaus deutlich erholt.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Ertragswachstum nach der Krise sehr deutlich erholt <\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">So hat sich der Gewinn je Aktie (EPS) in den USA seit dem Tiefpunkt im Gesch\u00e4ftszyklus nach der letzten Baisse im Oktober 2009 um 18% pro Jahr erholt, im Vergleich zu knapp 15% p.a. in der Hausse von 2002 bis 2007 und 16.2% von 1992 bis 2000. In Japan fand ein Turnaround statt, der auf EPS-Ebene prozentuell nicht dargestellt werden kann, weil die Topix-Firmen im Jahrzehnt bis September 2009 drei Mal im Aggregat Verluste ausgewiesen hatten. Seitdem hat sich ihre operative Situation jedoch stetig aufgehellt. Die Betriebsgewinne (EBIT) sind seit Herbst 2009 um 40% pro Jahr gestiegen, gegen\u00fcber 24% im letzten Aufschwung. Vom Niveau her notieren die EPS nur noch knapp unter ihren historischen H\u00f6chstst\u00e4nden, w\u00e4hrend die Aktienindizes nat\u00fcrlich immer noch sehr weit unter ihren Hochs der sp\u00e4ten 1980er notieren. Im Euroraum sieht es aufgrund der sogenannten \u00abEurokrise\u00bb zugegebenerweise anders aus &#8211; das operative Gewinnwachstum (EBIT) in der aktuellen Hausse betr\u00e4gt knapp 6% pro Jahr, im Vergleich zu 12% im vorangegangenen Boom. Der Abstand zum Vorkrisenhoch ist allerdings sehr gross was l\u00e4ngerfristig ein dementsprechendes Aufholpotential impliziert.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Robuste Profitabilit\u00e4t untermauert Aktienhausse <\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Solange die Unternehmensgewinne wachsen und die Erwartungen \u00fcbertreffen k\u00f6nnen, besteht aus fundamentaler Sicht kein Grund, sich von gelegentlichen Marktturbulenzen verunsichern zu lassen. Einerseits hat der j\u00fcngste Volatilit\u00e4tsschub das \u00abtechnische Bild\u00bb an den Finanzm\u00e4rkten sicherlich eintr\u00fcbt, was wir angesichts des respektablen Alters der Hausse auch im Auge behalten sollten. Andererseits w\u00e4re es allerdings auch nicht das erste Mal, dass ein solcher R\u00fcckschlag schon nach wenigen Monaten wieder komplett in Vergessenheit ger\u00e4t &#8211; bis zur n\u00e4chsten mehr oder weniger grundlosen Panikattacke.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Erste Indizien aus der Berichtssaison f\u00fcr das dritte Quartal <\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">In den Tabellen auf Seite 2 des PDFs zeigen wir einen \u00dcberblick der bisher verf\u00fcgbaren Ergebnisse der globalen Berichtssaison der Unternehmen f\u00fcr das Q3\/2014. Auf Ebene des MSCI World (Industriel\u00e4nder) weisen nur zwei der zehn Hauptsegmente ein (geringf\u00fcgig) r\u00fcckl\u00e4ufiges Gewinnwachstum aus. Wichtiger ist jedoch, dass alle Sektoren die Konsenserwartungen \u00fcbertreffen konnten, in einigen F\u00e4llen sogar recht deutlich. Auch das Umsatzwachstum ist in allen Sektoren positiv, in vielen sogar ansehnlich, wenn man bedenkt, dass das Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Wachstum erneut deutlich h\u00f6her als prognostiziert <\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Auf Gesamtindexebene wuchsen die EPS um ann\u00e4hernd 11% gegen\u00fcber dem Q3\/2013 und lagen damit gut 4% \u00fcber dem prognostizierten Konsenswert. Es sei angemerkt, dass bisher nur 184 von 1345 Ergebnissen vorliegen und diese wiederum mehrheitlich von US-Unternehmen stammen. Wenn wir nur die amerikanischen Ergebnisse (rund ein F\u00fcnftel der US-Unternehmen haben bisher berichtet) betrachten, so ergibt sich ein aggregiertes Gewinnwachstum von rund 12% und eine Erwartungs\u00fcbertreffung von 4.8%. Die Ums\u00e4tze wuchsen um 5.4% und \u00fcbertrafen die Analystensch\u00e4tzung um 0.8%. Wachstum und Konsens\u00fcbertreffungen sind ebenfalls recht gleichm\u00e4ssig \u00fcber die verschiedenen Sektoren verteilt. Es kann nat\u00fcrlich sein, dass sich das Bild auf Weltindexebene in den kommenden Wochen verschlechtert, insbesondere wenn die im MSCI World gut vertreten europ\u00e4ischen Ergebnisse entt\u00e4uschen sollten. Dennoch sind die ersten Hinweise aus der Berichtssaison durchaus positiv &#8211; auch im Vergleich zum Bild, das in den letzten Jahren zu vergleichbar fr\u00fchen Phasen der Berichtssaison geboten wurde.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Guter Start auch in den Schwellenl\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Auch die ersten Indizien aus den Emerging Markets sind auf Indexebene erfreulich. Die EPS wachsen um rund 24% und damit um deutlich mehr als vom Konsens in Aussicht gestellt (siehe PDF, Seite 2). Die Situation unterscheidet sich allerdings je nach Sektor und vielleicht auch von Land zu Land zum Teil recht deutlich. W\u00e4hrend die Unterschiede auf Brancheneben jetzt schon ersichtlich sind, m\u00fcssen wir auf L\u00e4nderbasis von einem Kommentar noch absehen. Der dominierende Teil der bisher publizierten Ergebnisse kommt n\u00e4mlich aus Taiwan. Die positive Abweichung vom Konsenswert ist auf Indexebene jedoch diesmal relativ gross. So d\u00fcrfen wir hoffen, dass die Schwellenl\u00e4nder diesmal zumindest nicht mehr in dem Ausmass entt\u00e4uschen werden, wie dies in den vergangenen Jahren sehr oft der Fall war.<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die j\u00fcngsten Turbulenzen setzten ausgerechnet kurz vor der Berichtssaison ein und waren die heftigsten seit 2011. So weisen nun viele B\u00f6rsenindizes seit Jahresbeginn Verluste aus. 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