{"id":13054,"date":"2014-05-21T07:00:00","date_gmt":"2014-05-21T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2014\/05\/21\/lgt-unsichtbare-konsolidierung-abgeschlossen\/"},"modified":"2014-05-21T07:00:00","modified_gmt":"2014-05-21T07:00:00","slug":"lgt-unsichtbare-konsolidierung-abgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/lgt-unsichtbare-konsolidierung-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"LGT: \u201eUnsichtbare Konsolidierung\u201c abgeschlossen?"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die von diversen Anlegern seit einiger Zeit erwartete und vermeintlich \u00fcberf\u00e4llige \u201eKorrektur\u201c an den Aktienm\u00e4rkten l\u00e4sst auf sich warten, was wiederum viele potenzielle \u201eEinsteiger\u201c von Zuk\u00e4ufen abh\u00e4lt. Doch der Schein tr\u00fcgt. Abseits der ganz grossen&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00f6rsenbarometer haben viele wichtige Indizes und Marktsegmente n\u00e4mlich durchaus deutlich \u201ekorrigiert\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer also an \u201ebuy the dip\u201c glaubt, wird sicherlich an vielen Orten f\u00fcndig werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> In einem intakten Bullmarkt heisst es oft: \u201ebuy the dip\u201c. In der Praxis ist es leider selbst f\u00fcr marktnah agierende Profis nicht einfach, den idealen \u201eDip\u201c zu erwischen. Wer im ersten Semester dieses Jahres auf gr\u00f6ssere \u201eKorrekturen\u201c (Gegenbewegungen von 10% bis 20%) gehofft hatte, der d\u00fcrfte bisher tendenziell entt\u00e4uscht worden sein &#8211; zumindest was die grossen Marktindizes der entwickelten Volkswirtschaften angeht. So haben weder S&amp;P 500 (Marktkapitalisierung 17.3 Billionen US-Dollar bzw. 97% der j\u00e4hrlichen US-Gesamtwirtschaftsleistung) noch der gesamteurop\u00e4ische Stoxx 600 (11.8 Billionen US-Dollar, 65% des EU-Bruttoinlandprodukts) bisher solche \u201eKorrekturen\u201c erlebt. Stattdessen gab es im S&amp;P 500 zwei und im Stoxx 600 drei moderate \u201eKonsolidierungen\u201c (Gegenbewegungen von weniger als 10%), welche zudem sukzessive weniger intensiv waren &#8211; ein Muster, das an sich typisch f\u00fcr Haussen ist.<\/p>\n<p> <strong>Sukzessive k\u00fcrzere und flachere Gegenbewegungen<\/strong><\/p>\n<p> Konkret verlor der US-Index ab Mitte Januar in 21 Tagen 6.1% und dann nochmal w\u00e4hrend 7 Tagen im April 4.4%. Inzwischen notiert der S&amp;P 500 aber 7.8% h\u00f6her als am Tief der ersten und 3.2% \u00fcber dem Tief der zweiten \u201eKonsolidierung\u201c. Die Zahlen f\u00fcr den Stoxx sind vergleichbar: Der erste Kurseinbruch ab Ende Januar dauerte 14 Tage und brachte Verluste von ebenfalls 6.5%, der zweite kam im M\u00e4rz in 8 Tagen mit einem Minus von 5.5% und der dritte f\u00fchrte an 7 Tagen im April den Index zwischenzeitlich noch einmal um 4.2% tiefer. Heute notiert der Stoxx allerdings 7.2%, 5.7% und 3.9% \u00fcber den w\u00e4hrend der jeweiligen Abw\u00e4rtsphasen erreichten Tiefst\u00e4nden. \u201eBei Schw\u00e4che kaufen\u201c h\u00e4tte sich also gelohnt &#8211; sofern man die eher kurzlebigen und nicht besonders tiefen \u201eDips\u201c auch tats\u00e4chlich \u201eerwischt\u201c h\u00e4tte.<\/p>\n<p> <strong>Die grosse \u201eKorrektur\u201c hat im \u201eVerborgenen\u201c stattgefunden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Absenz gr\u00f6sserer \u201eKaufgelegenheiten\u201c auf Ebene der erw\u00e4hnten Megaindizes sollte uns in einer intakten Hausse jedoch nicht vor Neuengagements oder Zuk\u00e4ufen abhalten &#8211; insbesondere dann nicht, wenn viele M\u00e4rkte und Marktsegmente durchaus deutliche \u201eKorrekturen\u201c durchgemacht haben. So notiert Japans Nikkei 225 zum Beispiel gut 13% unter seinem diesj\u00e4hrigen Hoch, obwohl der Nippon-Index nach wie vor das weltweit h\u00f6chste Gewinnwachstum ausweist und zu den \u201eg\u00fcnstigsten\u201c Aktienindizes z\u00e4hlt. Doch auch in den USA hat der kleinere Firmen repr\u00e4sentierende Russell 2000 seit Februar knapp 11% eingeb\u00fcsst, gefolgt vom technologielastigen Nasdaq mit einem Minus von rund 10%. Wenig \u00fcberraschend geh\u00f6rten diese Indizes im vergangenen Jahr zu den Top-Performern (Nikkei +57%, Nasdaq +38%, Russell +37%). Logischerweise haben viele der medial und auch sonst \u201epopul\u00e4ren\u201c Titel wie Tesla Motors oder Facebook zwischenzeitlich bis zu einem Drittel ihres j\u00fcngsten Maximalwerts abgegeben.<\/p>\n<p> <strong>Bondm\u00e4rkte sprechen ebenfalls f\u00fcr ausklingende Konsolidierungsphase<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig haben die Staatsanleihenm\u00e4rkte seit Anfang Jahr eine \u00fcberraschend lange St\u00e4rkephase gehabt. Die zehnj\u00e4hrigen US-Renditen sind von 3% zur Jahresfrist auf 2.5% gesunken und notieren damit auf dem tiefsten Stand seit vergangenem Oktober. Bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die ausgleichende Notwendigkeit von Gegenbewegungen: Angesichts der Tatsache, dass das nominale Wirtschaftswachstum der USA derzeit im Schnitt um rund 4% pro Jahr betr\u00e4gt, erscheint uns das Zinsniveau eindeutig zu tief. \u00c4hnliches gilt grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr Deutschland oder Japan, wo die zehnj\u00e4hrigen Renditen inzwischen auf rund 1.3% bzw. knapp 0.6% gesunken sind. Angesichts dieser m\u00f6glichen \u201eBodenbildung\u201c im Bereich der Marktzinsen d\u00fcrften sich auch insbesondere jene Aktienindizes, die seit Anfang Jahr im \u201eKonsolidierungsmodus\u201c zu stecken scheinen, langsam dem Ende der Schw\u00e4chephase n\u00e4hern. Ein potenzieller Wirtschaftseinbruch ist inzwischen ausreichend eingepreist, w\u00e4hrend der tats\u00e4chliche Ausblick f\u00fcr Konjunktur und Unternehmensertr\u00e4ge in den meisten Regionen nach wie konstruktiv geblieben ist.<\/p>\n<p><strong> Weltweit unterschiedliche Konsolidierungs- und Korrekturmuster<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tabelle (PDF Seite 2) zeigen wir Ausmass und Dauer der diesj\u00e4hrigen \u201eKorrektur-\u201c bzw. \u201eKonsolidierungsphasen\u201c, wie sie sich in den Aktienindizes Nordamerikas, Europas und Asiens widerspiegeln. Die gr\u00f6ssten M\u00e4rkte waren vergleichsweise stabil. Sie erlebten bisher in diesem Jahr nur wenige, eher kurze und flache Gegenbewegungen nach unten. Im Vergleich dazu haben die M\u00e4rkte, die im letzten Jahr am besten liefen, durchaus tiefe und lange Schw\u00e4chephasen verbucht. Eine mahnende Ausnahme stellt m\u00f6glicherweise der Hongkonger Hang Seng dar &#8211; dieser Index hat sich 2014 als einer der volatilsten erwiesen (recht heftige Einbr\u00fcche und lange Abw\u00e4rtsphasen), obwohl er schon 2013 zu den globalen Schlusslichtern z\u00e4hlte. Die in den westlichen M\u00e4rkten und Japan beobachtbaren Marktverhaltensmuster stehen jedoch generell weiterhin im Einklang mit unserer fundamentalen Einsch\u00e4tzung, dass die zugrundeliegenden Aktienhaussen in den USA, Europa und Japan intakt geblieben sind. Daher glauben wir auch, dass gelegentlich wiederkehrende Schw\u00e4chephasen grunds\u00e4tzlich \u201eEinstiegsgelegenheiten\u201c bieten.<\/p>\n<p><strong> Bond-Rallye ging zu weit; Renditen d\u00fcrften wieder moderat steigen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der zweiten Grafik (PDF Seite 2) zeigen die Umlaufrenditen ausgew\u00e4hlter zehnj\u00e4hriger Staatsanleihen. Die in diesem Jahr ausgepr\u00e4gte Schw\u00e4chephasen in einigen Aktienm\u00e4rkten bzw. die bisher bescheidenen Kursgewinne der Top-Indizes gingen mit starken Anleihenm\u00e4rkten einher. Das wundert nicht, wenn man bedenkt, dass sinkende Renditen (d.h. steigende Anleihenkurse) in der Regel mit zunehmender Risikoaversion und\/oder sich (tats\u00e4chlich oder vermeintlich) eintr\u00fcbenden Konjunkturaussichten verbunden sind, w\u00e4hrend B\u00f6rsenindizes wie der Nikkei oder der Russell als in besonderem Masse konjunktursensitiv gelten. In Japan haben sich die Langfristzinsen jedenfalls im Laufe des Jahres von bereits extrem tiefem Niveau nochmal halbiert und in Deutschland sind sie um rund ein Drittel gesunken. Doch auch der vergleichsweise geringere R\u00fcckgang in den USA um 50 Basispunkte auf das vergleichsweise hohe Niveau von 2.5% wirkt \u00fcbertrieben. Solche Zinsniveaus sind schliesslich in keinem der erw\u00e4hnten L\u00e4nder mit den jeweiligen Wachstums- und Inflationsaussichten erkl\u00e4rbar. Auch die politische Grundhaltung aller betroffenen Notenbanken spricht gegen mittelfristig sinkende langfristige Marktzinsen. Daher d\u00fcrfte es sich hierbei um eine tempor\u00e4re Entwicklung zum Teil technischer Art gehandelt haben &#8211; sobald diese ausgereizt ist, m\u00fcssten auch die wachstumssensitiveren Aktienindizes wieder besser laufen.<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von diversen Anlegern seit einiger Zeit erwartete und vermeintlich \u00fcberf\u00e4llige \u201eKorrektur\u201c an den Aktienm\u00e4rkten l\u00e4sst auf sich warten, was wiederum viele potenzielle \u201eEinsteiger\u201c von Zuk\u00e4ufen abh\u00e4lt. Doch der Schein tr\u00fcgt. 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