{"id":13031,"date":"2014-04-24T05:00:00","date_gmt":"2014-04-24T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2014\/04\/24\/abenomics-ist-auf-kurs\/"},"modified":"2014-04-24T05:00:00","modified_gmt":"2014-04-24T05:00:00","slug":"abenomics-ist-auf-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/abenomics-ist-auf-kurs\/","title":{"rendered":"&#8222;Abenomics&#8220; ist auf Kurs"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Seit 21 Monaten verbucht Japan laufend unerwartet hohe Handelsdefizite. Das Exportwachstum wirkt an\u00e4misch, w\u00e4hrend die Importe immer wieder stark anziehen. Auf den ersten Blick scheint die Reflationspolitik Tokios also zu scheitern. Wenn wir aber die Daten&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">um W\u00e4hrungs- und Preiseffekte bereinigen, zeigt sich, dass Nippon doch auf Erholungskurs ist: Die Importe wachsen auf hohem Niveau weiter, w\u00e4hrend sich die Exporte langsam aber stetig erholen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Wechselkurs- und Preisschwankungen k\u00f6nnen den Blick auf die zugrundeliegende Situation im Aussenhandel einer Volkswirtschaft verschleiern und zumindest tempor\u00e4r zu irref\u00fchrenden Schl\u00fcssen verleiten. Die um solche Schwankungen nicht bereinigten Daten sind allerdings schneller verf\u00fcgbar und daher medial omnipr\u00e4sent &#8211; was f\u00fcr Unmengen von Aufmerksamkeit heischenden Schnellanalysen und damit f\u00fcr zus\u00e4tzlichen &#8222;Nebel&#8220; sorgen kann. Um sich nicht zu sehr von solchen Schlagzeilen beeindrucken zu lassen, macht es insbesondere im Bereich des Aussenhandels Sinn, die Mengen der gehandelten G\u00fcter im Auge zu behalten. Dieser Ansatz gibt oft besser Aufschluss dar\u00fcber, wie es um die Nachfrage im In- und Ausland wirklich steht.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Japans Handelsdefizit weitet sich weiterhin st\u00e4rker als erwartet aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Der Fall Japan bietet diesbez\u00fcglich ein gutes Beispiel. Seit einiger Zeit entt\u00e4uschen Nippons Handelsstatistiken die Konsenserwartungen laufend &#8211; so auch am Montag, als die Daten f\u00fcr M\u00e4rz publiziert wurden. Der Wert der Exporte (in Yen) wuchs gegen\u00fcber Vorjahr nicht wie erwartet um 6.5%, sondern gerade mal um magere 1.8%. Gleichzeitig zogen die Importe (ebenfalls in Yen) mit 18.1% noch einmal schneller als erwartet an. Konkret werden Japans Exporte seit Mitte 2013 &#8222;systematisch&#8220; \u00fcbersch\u00e4tzt, w\u00e4hrend die Importe seitdem ebenso regelm\u00e4ssig untersch\u00e4tzt werden. Dass der Konsens so lange und so deutlich &#8222;daneben&#8220; bzw. &#8222;verkehrt&#8220; liegt, ist historisch ungew\u00f6hnlich (PDF Grafik, Seite 2).<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Skeptische Urteile \u00fcber &#8222;Abenomics&#8220; nehmen zu<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">So \u00fcberrascht der in Bezug auf Japan zunehmend skeptischer werdende Tenor in den Finanzmedien und Analysen nicht. Japans Aussenhandel wird immer \u00f6fter wenn nicht als Beweis, so zumindest doch als Vorbote f\u00fcr das Scheitern des als &#8222;Abenomics&#8220; bekannten Reflationsprogramms der Regierung zitiert. Die gew\u00fcnschte Exportstimulierung, welche anschliessend die Binnenkonjunktur beleben sollte, sei trotz massiver Yen-Abwertung ausgeblieben, w\u00e4hrend die Inflation prim\u00e4r wegen der stark angesprungenen Energieimporte ansteige, was die verf\u00fcgbaren Realeinkommen der Haushalte reduziere und den Binnenkonsum schw\u00e4che. Angesichts der erw\u00e4hnten Statistiken erscheint diese Argumentation auf den ersten Blick logisch und richtig.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Tats\u00e4chliche Situation verweist vielmehr auf vollen Erfolg von &#8222;Abenomics&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Einer genaueren Analyse haltet dieses Urteil aber nicht stand. Allein schon die Tatsache, dass der Konsens so hartn\u00e4ckig und lange &#8222;verkehrt&#8220; liegt, verweist darauf, dass das eigentliche Problem weniger in Japans Aussenhandel, sondern vielmehr beim Konsens selbst zu suchen ist. Wichtiger ist jedoch wie bereits erw\u00e4hnt die reale Situation: Betrachten wir die mittelfristigen Mengentrends im Handel, so zeigt sich klar: Es ist Japan gelungen, die Binnennachfrage auf einem bereits vergleichsweise hohen Niveau zu stabilisieren und gleichzeitig die jahrelange Talfahrt bei den Exporten zu stoppen bzw. umzukehren. Diese Trends setzten zudem kurz nachdem die ersten konkreten Massnahmen der Regierung im April 2013 in Kraft traten (geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan, Start des Fiskaljahres aus Staatshaushaltssicht) ein.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Reflationsprogramm grunds\u00e4tzlich auf Kurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Insgesamt unterstreichen diese Entwicklungen daher allenfalls die Notwendigkeit, die reflation\u00e4ren Massnahmen und strukturellen Reformen weiter voranzutreiben oder zu verst\u00e4rken. Ein Scheitern der bisherigen Politik kann aus den Handelsdaten aber mit Sicherheit nicht abgeleitet werden. Vielmehr scheint &#8222;Abenomics&#8220; schulbuchm\u00e4ssig zu wirken: Die Binnenkonjunktur zeigt sich trotz h\u00f6herer Energiepreise robust, w\u00e4hrend sich die Exporte trotz des Wachstumsabschwungs in Asien langsam aber stetig erholen. Es d\u00fcrfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die Mehrheit der Investoren diese Entwicklung wieder geb\u00fchrend anerkennt.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-15688\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014.png\" alt=\"24042014\" width=\"600\" height=\"142\" srcset=\"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014.png 600w, https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014-300x71.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">Der Konsens liegt bei den japanischen Exporten und Importen auff\u00e4llig oft daneben<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Die erste Grafik (PDF Seite 2) bezieht sich auf die Wachstumsraten (Jahresvergleich) des Wertes (in Yen) der Importe und Exporte Japans, wie sie monatlich von den Medien und inzwischen auch den &#8222;sozialen Netzwerken&#8220; verbreitet und in ungez\u00e4hlten Kommentaren aufgegriffen werden. Wir konzentrieren uns allerdings auf die Historie der Abweichungen der publizierten Daten vom jeweiligen Erwartungswert (wobei die dreimonatigen gleitenden Durchschnittswerte helfen, die Grundtendenzen zu visualisieren): Die Importe werden seit Mitte 2013 grunds\u00e4tzlich untersch\u00e4tzt &#8211; und zwar ebenso oft, wie die Exporte \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Kein Wunder, dass die Stimmen zu Japan skeptischer geworden sind. Dabei liegt das eigentliche Problem m\u00f6glicherweise prim\u00e4r in den &#8222;verkehrten&#8220; Erwartungen, und nicht in der Wirtschaftsleistung Japans. Wir sehen auch, dass der Konsens nur selten so lange und so deutlich &#8222;daneben&#8220; liegt (dies war zuletzt 2010-2011der Fall). Die Erwartungen d\u00fcrften jedenfalls dahingehend &#8222;korrigiert&#8220; werden, dass sie eine st\u00e4rkere Binnenkonjunktur in Japan und eine schw\u00e4chere Nachfrage in \u00dcbersee reflektieren d\u00fcrften.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-15689\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_1.png\" alt=\"24042014 1\" width=\"600\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_1.png 600w, https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_1-300x123.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><strong style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: bold; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none;\">&#8222;Abenomics&#8220; wirkt genau wie es die Schulb\u00fccher beschreiben w\u00fcrden<\/strong><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Die n\u00e4chste Grafik (PDF Seite 2) zeigt die japanischen Ein- und Ausfuhren auf Basis der Volumen (G\u00fctermengen). Wir fokussieren dabei auf die mittelfristigen Trends (zw\u00f6lfmonatige Durchschnitte). Die Importmengen hatten bereits lange vor Lancierung von &#8222;Abenomics&#8220; die Vorkrisenniveaus wieder erreicht, w\u00e4hrend es mit den Exporten ab 2010 klar bergab ging. Seit offiziellem Beginn von &#8222;Abenomics&#8220; im April 2013 erholen sich die Exportmengen jedoch wieder leicht aber stetig. Auch die Importe wachsen seit Sommer 2013 wieder. Gewiss geht ein Teil der Importe auf die (im Zuge der vorl\u00e4ufigen Abschaltung fast aller Atomkraftwerke des Landes) stark gestiegenen Energieimporte zur\u00fcck. Trotzdem scheint &#8222;Abenomics&#8220; grunds\u00e4tzlich zu funktionieren: Es st\u00fctzt die Binnenkonjunktur und die Exporte.<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-15690\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_2.png\" alt=\"24042014 2\" width=\"600\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_2.png 600w, https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_2-300x131.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-15691\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_3.png\" alt=\"24042014 3\" width=\"600\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_3.png 600w, https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/24042014_3-300x168.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; LGT Capital Management<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 21 Monaten verbucht Japan laufend unerwartet hohe Handelsdefizite. 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