{"id":12919,"date":"2013-12-12T06:00:00","date_gmt":"2013-12-12T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/12\/12\/taktische-asset-allokation-fuer-q1-2014\/"},"modified":"2013-12-12T06:00:00","modified_gmt":"2013-12-12T06:00:00","slug":"taktische-asset-allokation-fuer-q1-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/taktische-asset-allokation-fuer-q1-2014\/","title":{"rendered":"Taktische Asset-Allokation f\u00fcr Q1\/2014"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Die Weltwirtschaft w\u00e4chst weiter, die Aktienhausse hat sich als robust erwiesen, und die strukturellen Gefahren sind in den Hintergrund gedr\u00e4ngt worden. Die Inflation ist aber tief geblieben oder sinkt sogar&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">So k\u00f6nnen weitere monet\u00e4re Impulse der Zentralbanken in naher Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund erh\u00f6hen wir unser Aktien\u00fcbergewicht zulasten von Cash und kaufen in den USA, in Japan und in den Schwellenl\u00e4ndern zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufgehellter Markt- und Konjunkturausblick<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wirtschaftsdaten zeichnen insgesamt weiter das Bild einer inflationsarmen Erholung der Weltkonjunktur, w\u00e4hrend die bekannten strukturellen Barrieren in den grossen Industriel\u00e4ndern ihr Schreckenspotential aus Sicht der Anleger l\u00e4ngst verloren haben \u2013 zumindest bis auf Weiteres. Eine Wiederholung des halsbrecherischen US-Haushaltstreits im Fr\u00fchjahr w\u00fcrde kaum mehr so viel L\u00e4rm wie diesen Herbst verursachen. Zudem wurde in dieser Frage bereits so viel politisches Kapital verspielt, dass ein politischer Kompromiss inzwischen wahrscheinlicher geworden ist. Letzterer k\u00f6nnte der US Federal Reserve dann den Weg ebnen, den Umfang ihrer monatlichen Anleihenk\u00e4ufe zu stutzen \u2013 sofern sich die US-Konjunktur weiter als gen\u00fcgend robust zeigen sollte.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Euroraum ist die Erholung zwar insgesamt bescheiden ausgefallen, doch die Europ\u00e4ische Zentralbank hat klar signalisiert, dass sie weiterhin bereit stehe, um n\u00f6tigenfalls stimulierend einzugreifen. Die anstehenden Stresstests der wichtigsten Euro-Banken d\u00fcrften das Vertrauen in die Region zudem eher weiter verbessern. In Japan zeigt \u201eAbenomics\u201c bisher durchaus Wirkung. Die nominale Wirtschaftsleistung steigt wieder, und ein neues Konjunkturpaket soll den Effekt der bevorstehenden Mehrwertsteuer-erh\u00f6hung ausgleichen. Zudem hat sich auch Japans Notenbank n\u00f6tigenfalls zu weiteren Stimulationsschritten verpflichtet. Im Schlepptau der wieder synchron wachsenden Industriel\u00e4nder hat sich schliesslich auch der Ausblick f\u00fcr die \u201eEmerging Markets\u201c aufgehellt, w\u00e4hrend die Ank\u00fcndigung weitreichender wirtschaftlicher und sozialer Reformen in China kurzfristig Hoffnung stiftet und das Potenzial hat, die sich abflachende strukturelle Wachstumsrate das Landes zu st\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anhaltende Disinflation k\u00f6nnte die Zentralbanken zum Handeln zwingen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser konjunkturelles Hauptszenario bleibt gutartig: Wir erwarten weiterhin ein moderates Weltwirtschaftswachstum ohne Inflationsdruck. Im neuen Risikoszenario sehen wir jetzt aber die Gefahr, dass deflation\u00e4re Kr\u00e4fte die Oberhand gewinnen und die verhaltene Erholung erlahmt. Dies w\u00fcrde die Zentralbanken zu neuen quantitativen Lockerungsrunden zwingen, mit entsprechend \u201ereflation\u00e4ren\u201c Marktreaktionen. Ein R\u00fcckfall in die Rezession erscheint derzeit praktisch ausgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktienzuk\u00e4ufe in USA, Japan und den Schwellenl\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufw\u00e4rtstrends an den B\u00f6rsen sind zudem technisch robust geblieben. Potenzielle Warnsignale haben sich bisher als nicht relevant erwiesen, w\u00e4hrend institutionelles und privates Anlagekapital weiter aus Bargeldanlagen und Anleihen in Aktien fliesst \u2013 ein Trend, der sich noch im Anfangsstadium befinden d\u00fcrfte. Die Bewertungen sind in den USA und der Schweiz inzwischen nicht mehr g\u00fcnstig und im historischen Vergleich zum Teil etwas hoch. Doch das ist ein Zustand, der sich in einer klassischen Hausse durchaus lange Zeit halten kann. Schw\u00e4chelnde Rohstoffpreise, ein starker US-Dollar, hohe Arbeitslosenraten und fortschreitende Automation k\u00f6nnten ausserdem daf\u00fcr sorgen, dass die Gewinnmargen der Unternehmen in den meisten Sektoren hoch bleiben (insbesondere in Dienstleistungs-, Technologie- und hochwertigen Herstellerbranchen). Die aktuelle Konsensprognose f\u00fcr ein globales Gewinnwachstum von rund 10% im n\u00e4chsten Jahr sollte daher nicht schwer zu \u00fcbertreffen sein. In den anderen M\u00e4rkten sind Aktien angemessen oder vergleichsweise \u201ebillig\u201c bewertet \u2013 insbesondere in den Schwellenl\u00e4ndern. Aufgehellter Konjunkturausblick und tiefe Bewertungen k\u00f6nnten durchaus die Grundlage f\u00fcr eine EM-Aufholrallye darstellen. Im Rahmen dieser \u00dcberlegungen haben wir beschlossen, unsere Aktienquote zulasten der im Vorquartal etwas ausgebauten Bargeldposition wieder zu erh\u00f6hen, indem wir die \u00dcbergewichtung Japans und der USA ausbauen und die Untergewichtung in den Schwellenl\u00e4ndern reduzieren. Alle entwickelten M\u00e4rkte bleiben somit wie bisher \u00fcbergewichtet, wobei jetzt Japan und die USA gegen\u00fcber Europa leicht bevorzugt werden \u2013 wie schon in vergangenen Quartalen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fixed Income: Staats-und Unternehmensanleihen bleiben untergewichtet\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflationsraten sind entweder r\u00fcckl\u00e4ufig und\/oder tief und die langfristigen Inflationserwartungen stabil (nicht \u00fcber 2,5% pro Jahr f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre bis 30 Jahre, und zum Teil deutlich unter 2% mit leicht sinkender Tendenz f\u00fcr die n\u00e4chsten ein bis drei Jahre). Das legt nahe, dass eine eventuelle R\u00fccknahme der \u201equantitativen Lockerung\u201c in den USA behutsam anlaufen d\u00fcrfte.&nbsp; Dennoch sollten die langfristigen Zinsen auf einem leicht steigenden Pfad bleiben \u2013 auch wenn die Umlaufrenditen am Ende vielleicht weniger steil steigen, als die aktuelle Struktur der Zinskurve vermuten l\u00e4sst. Im derzeitigen Umfeld bevorzugen wir Anleihen mit Laufzeiten von 7 bis 9 Jahren, um vom \u201eRoll-Down-Effekt\u201c zu profitieren1\u2013 also davon, dass die Zinskurve derzeit sehr steil ist (d.h. l\u00e4ngerfristige Zinss\u00e4tze sind h\u00f6her als kurzfristige) und sich die Restlaufzeit einer Anleihe nat\u00fcrlich laufend verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Corporate Credit unattraktiv bewertet und EM-Anleihen anf\u00e4llig f\u00fcr Ver\u00e4nderungen in der Fed-Politik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Corporate Credit-Segment bleibt fundamental unattraktiv bewertet \u2013 die Kreditrisikopr\u00e4mien sind sowohl historisch als auch im Anlageklassenvergleich aus unserer Sicht zu tief. Die deutliche taktische Untergewichtung der Hochzinsanleihen in unseren Strategien spiegelt diese Einsch\u00e4tzung wieder, sowie die Tatsache, dass Aktien in der aktuellen Situation ein interessanteres Risiko- Ertragsprofil bieten. Schwellenl\u00e4nderanleihen bleiben leicht untergewichtet, wobei wir derzeit Hartw\u00e4hrungsanleihen gegen\u00fcber Lokalw\u00e4hrungsanleihen bevorzugen (im Vergleich zu unserer strategischen Neutralposition). Einige EM-W\u00e4hrungen sind immer noch anf\u00e4llig f\u00fcr Ver\u00e4nderungen in der US-Geldpolitik und gegen\u00fcber weiter fallenden Rohstoffpreisen. Relative Trends sprechen ebenfalls weiter klar f\u00fcr USD-Anleihen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neutrale Gesamtposition f\u00fcr Alternative Anlagen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Listed Private Equity (LPE) und Real Estate Investment Trusts (Immobilienaktie\/REITs) bleiben unver\u00e4ndert leicht \u00fcber- bzw. neutral gewichtet. LPE bietet ein relativ hohes \u201eBeta\u201c zu Aktienm\u00e4rkten, was die Anlageklasse interessant macht \u2013 auch wenn die Bewertungen im LPE-Bereich im Schlepptau des B\u00f6rsenbooms inzwischen etwas grossz\u00fcgiger geworden sind. Immobilienaktien sollten in einem Umfeld st\u00e4rkeren Wirtschaftswachstums und steigender Zinsen grunds\u00e4tzlich profitieren \u2013 diese Einsch\u00e4tzung hat sich unter Anlegern aber noch nicht durchgesetzt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rohstoffquote bleibt ebenfalls unber\u00fchrt bei etwa neutral. Eine verbesserte fundamentale Einsch\u00e4tzung der Industriemetalle (bereinigte Produktionskapazit\u00e4ten, tiefere Lagerbest\u00e4nde) werden von weniger g\u00fcnstigen Konstellationen im Energiebereich ausgeglichen (sinkende geopolitische Risikopr\u00e4mien, ausreichendes Angebot als Folge des Schiefergasbooms, m\u00f6gliche Aufhebung des Embargos gegen den Iran). Wir bleiben vorerst auch bei unserer kleinen Position in Gold (neutral). Das Edelmetall hat inzwischen das untere Ende der Handelspreisspanne des letzten Halbjahres und damit zumindest vorerst einen m\u00f6glicherweise guten technischen Supportbereich erreicht. Die weitere technische Entwicklung wird jedoch genauer beobachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrungen: Norwegische Krone zugunsten Euro eliminiert. US-Dollar-\u00dcbergewicht best\u00e4tigt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir eliminieren die restlichen norwegischen Kronen (NOK) zugunsten der \u201eeurop\u00e4ischen Einheitsw\u00e4hrung\u201c (EUR), nachdem wir bereits im letzten Quartal NOK-Best\u00e4nde reduziert hatten. Ohne die Aussicht auf ein Wiederaufflammen der \u201eEurokrise\u201c besteht kein Grund, die fundamental \u00fcberbewertete Krone als Euro-Alternative in Wachstumsportfolios zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere einzige noch verbleibende \u201eaktive Position\u201c ist damit die bestehende \u00dcbergewichtung amerikanischer Dollars (USD) \u2013 gegen\u00fcber dem britischen Pfund (GBP) und den Schwellenl\u00e4nderw\u00e4hrungen. Der US-Dollar neigt zwar seit einiger Zeit gegen\u00fcber dem Euro zur Schw\u00e4che, aber wir sind der Ansicht, dass Wachstumsdifferenzen und der geldpolitische Ausblick letztlich den \u201eGreenback\u201c beg\u00fcnstigen werden. Die Untergewichtung der Schwellenl\u00e4nderw\u00e4hrungen ergibt sich aus unseren aktiven Aktien-und Anleihenquoten in diesem Raum. Wir halten keine japanischen Yen (JPY) in den Portfolios (die Grafik im PDF auf Seite 4 weist deswegen eine \u201eneutrale\u201c Yen-Position aus, weil unsere JPY-Neutralquote 0% betr\u00e4gt).<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; LGT Capital Management<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltwirtschaft w\u00e4chst weiter, die Aktienhausse hat sich als robust erwiesen, und die strukturellen Gefahren sind in den Hintergrund gedr\u00e4ngt worden. 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