{"id":12898,"date":"2013-11-27T06:00:00","date_gmt":"2013-11-27T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/11\/27\/aktienbewertungen-sind-noch-kein-grund-zur-sorge\/"},"modified":"2013-11-27T06:00:00","modified_gmt":"2013-11-27T06:00:00","slug":"aktienbewertungen-sind-noch-kein-grund-zur-sorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/aktienbewertungen-sind-noch-kein-grund-zur-sorge\/","title":{"rendered":"Aktienbewertungen sind noch kein Grund zur Sorge"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem exzellenten Aktienjahr fragen sich viele Anleger, ob Aktien inzwischen nicht \u00abzu teuer\u00bb bewertet sind. Das um zyklische Effekte bereinigte reale Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis von Prof. Robert Shiller notiere inzwischen deutlich \u00fcber dem Durchschnitt der letzten 132 Jahre, warnen manche Analysten&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die historische Erfahrung zeigt allerdings, dass es sich hierbei ebenso gut um einen willkommenen Vorboten einer noch viele Jahre anhaltenden Hausse handeln k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Rekordniveaus f\u00fchren oft zur Bewertungsfrage<\/strong><br \/> Am 10. April dieses Jahres \u00fcbersprang der S&amp;P 500 den historischen Rekordstand aus der Zeit vor der Finanzkrise von 2008-2009. Das breite US-Aktienbarometer ist seitdem um weitere 14.9% gestiegen. Der EuroStoxx und der Nikkei 225 haben sogar knapp 18% zugelegt. Die Volatilit\u00e4t blieb mit Ausnahme kurzlebiger Ausschl\u00e4ge auf tiefem Niveau und vom Trend her weiter auf einem leicht sinkenden Pfad. Allein diese Tatsachen lassen viele Investoren automatisch nach den Aktienmarktbewertungen fragen.<br \/> <strong>Aktien nicht mehr so \u00abg\u00fcnstig\u00bb wie vor einigen Jahren<\/strong><br \/> Die auf Basis der Konsenssch\u00e4tzungen f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr berechneten Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verh\u00e4ltnisse (KGV bzw. KUV) sind nicht mehr so attraktiv wie in der fr\u00fcheren Phase der Hausse, aber auch nicht hoch. Die KGVs notieren zwischen 7.7 (China) und 14.8 (Schweiz) und die KUVs zwischen 0.8 und 1.7 (ebenfalls f\u00fcr China bzw. Schweiz). Die aktuellen Werte befinden sich in den USA und Europa in der N\u00e4he der Durchschnitte der letzten f\u00fcnf bis zehn Jahre und in China und Japan deutlich darunter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Manche Marktteilnehmer sorgen sich jedoch um das langfristige Bild<\/strong><br \/> Einige Experten verweisen jedoch inzwischen recht oft auf das zyklisch adjustierte KGV. Diese Verh\u00e4ltniszahl wurde am H\u00f6hepunkt der New-Economy-Euphorie im Jahr 2000 von Professor Robert J. Shiller in seinem Buch \u00abIrrationaler \u00dcberschwang\u00bb als Warnsignal vorgestellt. F\u00fcr diese Kennzahl, auch \u00abShiller-KGV\u00bb, genannt, werden Aktienkurse und Unternehmensgewinne um die Inflation bereinigt. Zudem wird der zehnj\u00e4hrige Durchschnitt der realen Gewinne genommen, um konjunkturzyklische Effekte auszublenden und das \u00abstrukturelle\u00bb Bild zu betonen. In der Tat notiert das Shiller-KGV derzeit rund 52% \u00fcber dem historischen Durchschnitt, wobei die Daten bis 1881 zur\u00fcckreichen .<br \/> <strong>Erh\u00f6hte Bewertungen sind w\u00e4hrend einer Hausse normal<\/strong><br \/> Trotzdem muss bedacht werden, dass das Shiller-KGV, so hilfreich es f\u00fcr sehr langfristige Anlageentscheidungen sein kann, aus kurz- bis mittelfristiger Sicht zumeist wenig aussagekr\u00e4ftig ist. Die Geschichte zeigt, dass Bewertungen \u00fcber eine sehr lange Zeit hindurch stetig steigen und relativ hoch bleiben k\u00f6nnen. Steigende und erh\u00f6hte Bewertungen sind letztlich nur ein Ausdruck einer (zunehmend) positiven Anlegergrundstimmung \u2013 und insofern nicht zwingend besorgniserregend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Extreme Verzerrungen sind problematisch<\/strong><br \/> Problematisch sind hingegen extreme Entwicklungen beim KGV, wie in den Schlussphasen der grossen Haussen von 1920-1929 und 1982-1999. Im Laufe dieser ber\u00fcchtigten B\u00f6rsenbooms versiebenfachte sich das Shiller-KGV und war am Ende mehr als doppelt so hoch wie im jeweils seinerzeitigen historischen Durchschnitt. Selbst starke und (im Nachhinein) offensichtliche \u00abBlasen\u00bb k\u00f6nnen also viele Jahre anhalten. Bullenm\u00e4rkte mit nur moderat hohen Bewertungen k\u00f6nnen ebenfalls lange anhalten und solide Realrendite bescheren, wie beispielsweise jene von 1894-1903 und 1955-1973, als der US-Aktienindex real in neun Jahren um rund die H\u00e4lfte zulegte bzw. sich in 18 Jahren verdoppelte. Auch w\u00e4hrend der meisten anderen kleineren Haussen gingen steigende bzw. hohe Bewertungen meistens mit realen Kursgewinnen einher. Wir sollten das Shiller-KGV daher nicht einseitig nur als potenzielle Warnung vor m\u00f6glichen B\u00f6rseneinbr\u00fcchen betrachten. Seit M\u00e4rz 2009 haben wir es mit einem von einer starken Erholung der Unternehmensgewinne getriebenen Bullenmarkt zu tun, der immer wieder angezweifelt wurde, sich aber am Ende doch als erstaunlich stabil erwiesen hat. So k\u00f6nnte sich das inzwischen erh\u00f6hte Shiller-KGV einfach als willkommener Vorbote einer zunehmend anerkannten, nicht weniger rentablen und durchaus lang anhaltenden reiferen Phase der Hausse erweisen.<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; LGT Capital Management<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem exzellenten Aktienjahr fragen sich viele Anleger, ob Aktien inzwischen nicht \u00abzu teuer\u00bb bewertet sind. 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