{"id":12883,"date":"2013-11-20T07:00:00","date_gmt":"2013-11-20T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/11\/20\/ein-tapering-bleibt-unwahrscheinlich\/"},"modified":"2013-11-20T07:00:00","modified_gmt":"2013-11-20T07:00:00","slug":"ein-tapering-bleibt-unwahrscheinlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/ein-tapering-bleibt-unwahrscheinlich\/","title":{"rendered":"Ein Tapering bleibt unwahrscheinlich"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Die US-Wirtschaft w\u00e4chst stabil, aber letztlich nur sehr moderat, und die Arbeitslosigkeit bleibt auf hohem Niveau. Die Inflationsrate ist im Laufe der letzten zwei Jahre zudem deutlich unter den Zielwert der Federal Reserve gefallen und seit&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/p>\n<hr \/>\n<p>Anfang Jahr sinken auch die Inflationserwartungen. Angesichts dieser Entwicklung m\u00fcsste die US-Notenbank ihr QE-Programm eher noch einmal bekr\u00e4ftigen, statt an sein baldiges Ende zu denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftswachstum mit disinflation\u00e4ren Tendenzen<\/strong><br \/>Etwa einen Monat nach der Zwangsschliessung der US-Bundesverwaltung w\u00e4chst der private Sektor der US-Wirtschaft trotz der als Folge der politischen Konfrontation seit August 2011 erzwungenen Haushaltsk\u00fcrzungen stabil weiter. Gleichzeitig l\u00e4sst die Inflation weiter auf sich warten \u2013 wobei das kritische daran ist, dass sich die Inflationstrends klar unter dem langfristigen Notenbankziel von 2% bewegen (vgl. S.2 im PDF). Dies ist potenziell wichtig f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte, weil es daran erinnert, dass sich die \u00dcberzeugungskraft der Argumente f\u00fcr ein Zur\u00fcck-fahren der \u00abquantitativen Lockerung\u00bb, bekannt als QE, in Grenzen h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konjunkturdaten \u2013 gut, aber keinesfalls inflation\u00e4r<\/strong><br \/>Der Privatsektor konnte im Oktober 212,000 Arbeitspl\u00e4tze schaffen, w\u00e4hrend im Staatsdienst erneut Jobs verloren gingen. Im Privatsektor wurde damit allerdings der dreij\u00e4hrige Durchschnitt von 190,000 \u00fcbertroffen und der bescheidene (seit Ende 2011 stabile) Trend bekr\u00e4ftigt (vgl. S.2 im PDF). Zugleich signalisierten die Einkaufsmanagerumfragen eine aufgehellte Konjunkturentwicklung f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate (ISM-Indizes, S.2 im PDF). Trotzdem sollten wir nicht vergessen, dass auch diese erfreulichen Entwicklungen kaum ausreichen d\u00fcrften, um die Arbeits-losenquote innerhalb der n\u00e4chsten zwei Quartale von derzeit 7.3% auf den Fed-Schwellenwert von 6.5% zu reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies bringt uns zum n\u00e4chsten Punkt &#8211; Inflation. Die auf Basis des von der Fed bevorzugten Index der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben errechnete Jahresteuerung (um volatile Elemente bereinigte Kernrate) sinkt seit M\u00e4rz 2012 stetig und betrug zuletzt nur 1.2%. Auch die regul\u00e4re Inflationsrate (Verbraucherpreisindexbasis) notiert derzeit bei 1.2% und sinkt bereits seit September 2011. Und im Markt f\u00fcr inflationsgekoppelte US-Anleihen sinken die Inflationserwartungen seit Anfang Jahr (z.B. auf f\u00fcnf Jahre von 3% auf 2.6 %, vgl. S. 2 im PDF).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die US-Notenbank riskiert das Verfehlen beider Mandatsziele<\/strong><br \/>Nun hat die Fed klar kommuniziert, dass ihre kurzfristigen Zinsen voraussichtlich solange nahe bei null bleiben werden, solange die Arbeits-losenquote \u00fcber 6.5% notiert, die f\u00fcr die n\u00e4chsten ein bis zwei Jahre prognostizierte Inflationsrate nicht mehr als 2.5% betr\u00e4gt und die langfristigen Inflationserwartungen stabil bleiben. Das impliziert die Erwartung, dass die Inflation mit sinkender Arbeitslosenquote zunehmen m\u00fcsste. Doch es kam anders: Der Teuerungsdruck hat trotz r\u00fcckl\u00e4ufiger Arbeitslosenrate zum Teil sehr deutlich abgenommen \u2013 was nicht allzu \u00fcberraschend ist, wenn wir bedenken, dass Letztere auch deswegen sinkt, weil viele Menschen angesichts des moderaten Wachstums irgendwann aus dem Arbeitsmarkt scheiden und statistisch nicht mehr erfasst werden. Dazu kommt, dass 2011 die Rohstoff-hausse \u00abplatzte\u00bb, was der Inflation zus\u00e4tzlich Sauerstoff entzog (vgl. Rohstoffpreisentwicklung S.3 im PDF). Wie dem auch sei, sollten diese Trends anhalten, dann riskiert die Fed, dass sie beide Mandatsziele, die sie per Gesetz zu erf\u00fcllen hat, verfehlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tapering bleibt in naher Zukunft unwahrscheinlich<\/strong><br \/>Obwohl nat\u00fcrlich nicht per se mit einer monet\u00e4ren Straffung identisch, w\u00fcrde ein Tapering effektiv den m\u00f6glichen Anfang vom Ende der derzeitigen Geldpolitik signalisieren \u2013 und genau hier liegt das Problem: Die Kombination aus mittelm\u00e4ssigem Wachstum und anhaltender Disinflation spricht grunds\u00e4tzlich gegen jegliche Straffungsfantasien. Logisch w\u00e4re eigentlich eine weitere Ausweitung des QE-Programms. Der Konsens rechnete bis vor wenigen Tagen mit einem Tapering im M\u00e4rz 2014 \u2013 doch das wirkt derzeit unwahrscheinlich, es sei denn, die US-Wirtschaft beginnt pl\u00f6tzlich deutlich mehr als 200,000 Arbeitspl\u00e4tze pro Monat zu produzieren und die Inflationserwartungen heben endlich ab. Allerdings w\u00e4re in diesem Fall ein Tapering selbstverst\u00e4ndlich gerechtfertigt und aus mittelfristiger Anlegersicht auch h\u00f6chst-wahrscheinlich willkommen. In anderen Worten k\u00f6nnte Tapering auf eine \u00abWin-Win\u00bb-Situation hinauslaufen \u2013 denn es handelt sich letztlich um ein m\u00f6gliches Ereignis, das nur im Falle eines robusten reflation\u00e4ren Konjunkturaufschwungs eintreffen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; LGT Capital Management<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Wirtschaft w\u00e4chst stabil, aber letztlich nur sehr moderat, und die Arbeitslosigkeit bleibt auf hohem Niveau. 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