{"id":12874,"date":"2013-11-11T07:00:00","date_gmt":"2013-11-11T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/11\/11\/globale-boersen-wohin-des-weges\/"},"modified":"2013-11-11T07:00:00","modified_gmt":"2013-11-11T07:00:00","slug":"globale-boersen-wohin-des-weges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/globale-boersen-wohin-des-weges\/","title":{"rendered":"Globale B\u00f6rsen: wohin des Weges?"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong><span>Unser Kompass signalisiert f\u00fcr 2014 eine konjunkturelle Erholung auf breiter Basis, beg\u00fcnstigt durch die reichliche Liquidit\u00e4tsversorgung der Zentralbanken sowie den nachlassenden Einfluss der staatlichen Sparprogramme. <\/span>&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Christophe Bernard Chefstratege Vontobel<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span><\/span>Ein solches Szenario wirkt sich unseres Erachtens zwar g\u00fcnstig auf die Finanzm\u00e4rkte aus. Allerdings sind die Bewertungen nicht mehr so attraktiv wie noch vor einem Jahr, und potenzielle Hindernisse sind nicht zu untersch\u00e4tzen. <\/p>\n<p> Im Jahr 2014 erwarten wir eine Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums im Vergleich zum Vorjahr \u2013 eine Folge der gleichzeitigen Erholung der entwickelten Volkswirtschaften. Hervorzuheben sind dabei die Vereinigten Staaten, wo wir f\u00fcr 2014 mit einer Erh\u00f6hung der Wachstumsrate auf 2.6 Prozent von rund 1.6 Prozent im laufenden Jahr rechnen. Einerseits hat die erhebliche fiskalische Straffung in diesem Jahr \u2013 die Sozialversicherungssteuern wurden erh\u00f6ht, die Staatsausgaben durchs Band gek\u00fcrzt \u2013 das Wachstum stark belastet. Andererseits hat sie zu einer beachtlichen Verringerung des Haushaltsdefizits beigetragen. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelang der US-Wirtschaft ein passables Wachstum, unterst\u00fctzt durch den H\u00e4usermarkt und die florierenden Automobilabs\u00e4tze. Der \u00abGegenwind\u00bb, der von der Fiskalpolitik ausgeht, wird im Verlauf von 2014 abflauen. F\u00fcr die US-Wirtschaft erh\u00f6ht sich dadurch der Spielraum, ihr tats\u00e4chliches Potenzial auszusch\u00f6pfen. <\/p>\n<p> In der Eurozone d\u00fcrften niedrigere Zinsen und die nachlassende Wirkung der Sparprogramme ein leichtes Wachstum von etwa 1 Prozent erm\u00f6glichen, womit erstmals seit 2011 wieder ein leichtes Plus erzielt und eine deutliche Verbesserung gegen\u00fcber der f\u00fcr 2013 gesch\u00e4tzten Abnahme um 0.3 Prozent erreicht w\u00fcrde. In Japan und Grossbritannien sollte sich das Wachstum um etwa 2 Prozent bewegen. Die Schwellenl\u00e4nder, die die Erwartungen in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten immer wieder entt\u00e4uscht haben, k\u00e4mpfen nach wie vor mit Herausforderungen. Verantwortlich hierf\u00fcr sind das kreditbasierte Wachstum, die nachlassende Wettbewerbsf\u00e4higkeit und der Reformstau. Dank der Erholung der Exporte in die Industriel\u00e4nder d\u00fcrften sich die Wachstumsperspektiven der Schwellenl\u00e4nder jedoch stabilisieren. <\/p>\n<p> Da kein Inflationsdruck besteht, werden die Zentralbanken unseres Erachtens ihre \u00e4usserst lockere Geldpolitik fortsetzen, was wiederum den Finanzm\u00e4rkten Auftrieb verleiht. Vor diesem Hintergrund d\u00fcrften Aktien weiterhin die bevorzugte Anlageklasse bleiben, auch wenn die Bewertungen nicht mehr unbedingt g\u00fcnstig sind. Gleichwohl werden an den Aktienm\u00e4rkten h\u00f6here Ertr\u00e4ge erwartet als an den Anleihenm\u00e4rkten. Die US-Notenbank Fed k\u00f6nnte als erste der grossen Zentralbanken eine Straffung der Geldpolitik in die Wege leiten, indem sie ab dem zweiten Quartal 2014 ihre Anleihenk\u00e4ufe drosselt und im ersten Halbjahr 2015 die Zinsen erh\u00f6ht \u2013 beides Massnahmen, die den US-Dollar st\u00e4rken w\u00fcrden. In Bezug auf die Weltwirtschaft sehen wir die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr das Szenario einer Erholung auf breiter Front bei ungew\u00f6hnlich hohen 80 Prozent. <\/p>\n<p> <strong>US-Haushalt und Probleme der Eurozone als Risiken<\/strong> <\/p>\n<p> An dieser Stelle ein Wort zu einigen potenziellen St\u00f6rfaktoren. Zu nennen ist beispielsweise die schwelende Unsicherheit im Zusammenhang mit der Haushaltsdebatte in den Vereinigten Staaten. Die M\u00f6glichkeit einer (Teil-)Schliessung der US-Bundesverwaltung und\/oder weitere Auseinandersetzungen \u00fcber die Schuldendecke Anfang n\u00e4chsten Jahres k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass das von uns prognostizierte US-Wachstum von 2.6 Prozent nicht erreicht wird. Solange das Vertrauen in die Politik der US-Regierung fehlt, werden die Unternehmen mit ihren zum Teil erheblichen Barmitteln weiter Aktien zur\u00fcckkaufen oder die Dividenden erh\u00f6hen, anstatt in eine Kapazit\u00e4tsausdehnung zu investieren. Aber ohne einen Anstieg der Investitionen wird das US-Wachstum vermutlich in der derzeitigen Spanne von 1.5 Prozent bis 2.0 Prozent verharren. In Anbetracht des j\u00fcngsten erbitterten Streits zwischen den Parteien in den USA, der zu grossem Unmut der US-B\u00fcrger gegen\u00fcber ihrer \u00abpolitischen Klasse\u00bb und vor allem gegen\u00fcber den Republikanern gef\u00fchrt hat, ist ein weiterer \u00abShutdown\u00bb der Regierung unwahrscheinlich \u2013 wenn auch nicht ausgeschlossen. In einem solchen Umfeld w\u00fcrden sich die Anleihenm\u00e4rkte eher positiv entwickeln, w\u00e4hrend zyklische Aktien \u2013 d.h. Titel von Unternehmen, die sich bei einem Aufschwung besser und bei einem Abschwung schlechter entwickeln \u2013 ins Hintertreffen geraten w\u00fcrden. Der US-Dollar w\u00fcrde weiterhin unter Druck bleiben und Gold k\u00f6nnte profitieren. <\/p>\n<p> Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellen neben der US-Budgetproblematik systemische Risiken in der Eurozone dar, die wieder in den Vordergrund treten k\u00f6nnten. Die L\u00e4nder der europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion vermochten zwar die Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen gr\u00f6sstenteils zu beseitigen, allerdings ohne dabei einen klaren Weg hin zu einem h\u00f6heren Potenzialwachstum einzuschlagen. Folglich ist weiterhin mit einem bestenfalls schleppenden Wirtschaftswachstum zu rechnen, wodurch die Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung gesch\u00fcrt wird. Das OMT-Liquidit\u00e4tsprogramm (Outright Monetary Transactions) der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) bietet zwar theoretisch Hilfe f\u00fcr L\u00e4nder mit Refinanzierungsschwierigkeiten. Es w\u00e4re jedoch besser, wenn es gar nicht erst zum Einsatz kommen m\u00fcsste. Auch eine Vertrauenskrise in einem wichtigen Schwellenland k\u00f6nnte die Stimmung belasten und die Wachstumsperspektiven eintr\u00fcben. Die Wahrscheinlichkeit eines \u00abR\u00fcckfall\u00bb-Szenarios veranschlagen wir auf 15 Prozent. <\/p>\n<p> <strong>Starker Inflationsanstieg eher unwahrscheinlich<\/strong> <\/p>\n<p> Was aber w\u00e4re, wenn das US-Wachstum positiv \u00fcberrascht, der Arbeitsmarkt schnell gesundet und das Fed die Zinsen zu lange bei null bel\u00e4sst? K\u00f6nnten in diesem Fall wieder Inflations\u00e4ngste aufkommen? Trotz der massiven Liquidit\u00e4tsspritzen der Fed rechnen wir nicht mit einer derartigen Entwicklung. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine \u00dcberhitzung, und an den meisten Rohstoffm\u00e4rkten ist die Angebotslage angemessen. Deshalb liegt die Wahrscheinlichkeit eines solchen Inflationsszenarios unserer Meinung nach bei lediglich 5 Prozent. <\/p>\n<p> Im Oktober haben wir unser Aktien-Engagement wieder leicht auf \u00abneutral\u00bb reduziert, wobei wir nach dem deutlichen Anstieg der Verm\u00f6genswerte zum Teil Gewinne mitnahmen. Unsere deutliche \u00ab\u00dcbergewichtung\u00bb von Hochzins-Unternehmensanleihen und Schwellenmarktanleihen erm\u00f6glicht es uns, an den M\u00e4rkten \u2013 die von den auf vollen Touren laufenden Geldpressen der Zentralbanken profitieren \u2013 weitere Gewinne zu erzielen. Wir behalten die Bewertungen genau im Auge, denn das derzeitige Umfeld k\u00f6nnte zu \u00dcberbewertungen und letztendlich sogar zu einer Blasenbildung an den Finanzm\u00e4rkten f\u00fchren.<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; Vontobel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Kompass signalisiert f\u00fcr 2014 eine konjunkturelle Erholung auf breiter Basis, beg\u00fcnstigt durch die reichliche Liquidit\u00e4tsversorgung der Zentralbanken sowie den nachlassenden Einfluss der staatlichen Sparprogramme. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15626,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-12874","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie-etf"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12874"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12874\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15626"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}