{"id":12820,"date":"2013-10-03T08:00:00","date_gmt":"2013-10-03T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/10\/03\/steigende-divergenz-in-schwellenlaendern\/"},"modified":"2013-10-03T08:00:00","modified_gmt":"2013-10-03T08:00:00","slug":"steigende-divergenz-in-schwellenlaendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/steigende-divergenz-in-schwellenlaendern\/","title":{"rendered":"Steigende Divergenz in Schwellenl\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><\/strong>Die Divergenz in den Schwellenl\u00e4ndern nimmt zu. W\u00e4hrend China und andere L\u00e4nder Asiens sich erholen, setzen L\u00e4nder mit hoher Auslandsverschuldung oder vormals hoher Binnennachfrage den Abw\u00e4rtstrend fort&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ING-Spezialisten analysieren im aktuellen \u201eMarktexpress\u201c aktuelle Entwicklungen, speziell auch bez\u00fcglich der Emerging Markets W\u00e4hrungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entscheidung der Fed, ihre expansive Geldpolitik vorerst doch beizubehalten, hat die Staatsanleihem\u00e4rkte verunsichert. Aktien profitierten dagegen. Auch f\u00fcr die Emerging Markets ist das \u2013 wenn auch nur vor\u00fcbergehend \u2013 positiv. Zudem steigt die Divergenz innerhalb der Schwellenl\u00e4nder- Volkswirtschaften.<br \/><strong>Fed-Entscheidung, das Tapering aufzuschieben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im MarketExpress der vergangenen Woche diskutierten wir die Fed-Entscheidung, ihre Anleihek\u00e4ufe noch nicht zu reduzieren. Grund f\u00fcr den R\u00fcckzug waren die anstehenden Verhandlungen zu Nachtragshaushalt und Schuldengrenze, etwas schw\u00e4chere Arbeits- und Immobilienmarktdaten sowie der recht deutliche Anstieg der Treasury-Renditen.<br \/><strong>&#8230;wirkt sich vor allem auf zweierlei Weise aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fed-Entscheidung beeinflusst den Marktausblick vor allem auf zweierlei Weise: Erstens f\u00fchrt sie zu mehr Unsicherheit, was die Geldpolitik in n\u00e4herer Zukunft betrifft, und damit zu h\u00f6heren Pr\u00e4mien und h\u00f6herer Volatilit\u00e4t an den Staatsanleihem\u00e4rkten. Zweitens unterstreicht sie die Bereitschaft der Fed, auf l\u00e4ngere Sicht eher eine h\u00f6here Inflation hinzunehmen als das Wirtschaftswachstum auf kurze Sicht zu gef\u00e4hrden. Damit sinken die Risiko-\/ Ertragsaussichten f\u00fcr Staatsanleihen w\u00e4hrend Wachstums-Assets wie Aktien und Rohstoffe profitieren.<br \/><strong>Weiterer Anstieg 10-j\u00e4hriger Anleiherenditen zu erwarten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir rechnen in den n\u00e4chsten Monaten mit einem weiteren Anstieg der Renditen auf 10-j\u00e4hrige US-Anleihen. Daf\u00fcr sprechen vor allem drei Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Risikopr\u00e4mien am Anleihemarkt sind inzwischen auf das historische Durchschnittsniveau gestiegen. Angesichts der verwirrenden Kommunikationspolitik der Fed ist mit einem R\u00fcckgang vorerst nicht zu rechnen.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Aufschwung in den USA d\u00fcrfte anhalten. Die kalte Progression ist mittlerweile wohl ausgestanden, unser Basisszenario ist auf die altbekannte Problematik der Schuldengrenze ausgerichtet.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Portfolioflussdaten signalisieren eine &#8222;Great Rotation\u201c&#8220;, also die Umschichtung von Anleihen in Aktien.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Leitzinserwartungen bestimmen EM-W\u00e4hrungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist der Blick auf die Entwicklungen an den W\u00e4hrungsm\u00e4rkten, vor allem bei EM-W\u00e4hrungen. Wie die Grafik zeigt, orientieren sich die EM-W\u00e4hrungen weiterhin an den Erwartungen f\u00fcr den US-Leitzins, die Fed Fund Rate. Die orange Kurve spiegelt den Kurs eines Fed Funds-Futures-Kontrakt mit Verfall Dezember 2015 wider (h\u00f6herer Kurs bedeutet geringere Rendite). Die blaue Kurve stellt den JP Morgan ELMI+ Index dar, die Benchmark f\u00fcr EM-Lokalw\u00e4hrungsanleihen. Seit Fed-Chef Bernanke im Mai den Einstieg in den Ausstieg aus der QE ank\u00fcndigte, preisen die M\u00e4rkte eine h\u00f6here Fed Funds Rate ein. Im Zeitraum Mai-August kamen die EM-W\u00e4hrungen schwer unter Druck, da viele Schwellenl\u00e4nder auf den \u00fcppigen Kapitalzustrom angewiesen waren. Es \u00fcberraschte daher nicht, dass die EM-W\u00e4hrungen scharf anzogen, nachdem die Fed am 18. September eine Verschiebung des Tapering ank\u00fcndigte. Seit der Fed-Entscheidung preisen die M\u00e4rkte daher eine expansivere Entwicklung der Fed Funds Rate ein. Der Dezember-2015-Kontrakt rentiert jetzt 0,88 % gg\u00fc. 1,2 % vor der Fed-Sitzung (und 1,4 % vor den unerwartet schwachen Arbeitsmarktdaten Anfang September).<br \/><strong>US-Leitzinserwartungen bestimmen EM-W\u00e4hrungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00f6here US-Renditen stellen weiterhin ein Risiko f\u00fcr EM-W\u00e4hrungen dar. Die M\u00e4rkte d\u00fcrften weiter auf die L\u00e4nder fokussieren, bei denen die Finanzierung des Leistungsbilanzdefizits problematisch ist. Doch die Konjunkturdaten in den Schwellenl\u00e4ndern erholen sich bereits. Ab Ende August profitierten viele EM-W\u00e4hrungen davon, w\u00e4hrend die US-Renditen weiter stiegen. Ferner kam es zu deutlichen Kapitalabfl\u00fcssen aus EM-Lokalw\u00e4hrungsanleihen; der Barmittelanteil an EMD-Fonds wurde auf ca. 9 % angehoben. Auf kurze Sicht ist daher ein Aufw\u00e4rtspotenzial f\u00fcr EM-W\u00e4hrungen zu erwarten, das eher taktisch als strategisch zu nutzen w\u00e4re. L\u00e4ngerfristig bleibt es bei der f\u00fcr EM-W\u00e4hrungen schwierigen Kombination aus schwachen EM-Rahmendaten und anhaltenden Liquidit\u00e4tssorgen weltweit. Der Druck auf L\u00e4nder und W\u00e4hrungen mit schwachem Wachstum, Strukturproblemen und erheblichem Finanzierungsbedarf wird wohl zunehmen. Voraussetzung f\u00fcr eine nachhaltige Erholung der EM-Asset-M\u00e4rkte ist eine konsequente Reformpolitik in allen Schwellenl\u00e4ndern. Faktoren wie tr\u00fcberes Investitionsklima, geringere Wettbewerbsf\u00e4higkeit, zunehmende Makro-Ungleichgewichte und wachsende Anf\u00e4lligkeit des Bankensystems m\u00fcssen angegangen werden.<br \/><strong>Steigende Divergenz in Schwellenl\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb der aufstrebenden Welt zeichnet sich eine zunehmende Divergenz ab. China und die offenen, st\u00e4rker industrialisierten Volkswirtschaften Asiens, wie S\u00fcdkorea und Taiwan, erholen sich, w\u00e4hrend die L\u00e4nder mit hoher Auslandsverschuldung und vormals geradezu explodierender Binnennachfrage weiter nachlassen. Das gilt f\u00fcr die T\u00fcrkei und S\u00fcdafrika, deren Leistungsbilanzdefizite auf 7,5 bzw. 6,5 % geklettert sind, sowie Indien und S\u00fcdafrika, wo die Inflation erheblich steigt. Zwei Tage nach der Fed-Sitzung hob die Reserve Bank of India (RBI) schliesslich die Zinsen an. Damit reagierte die Notenbank recht sp\u00e4t auf den Druck durch Kapitalabfl\u00fcsse und die populistischere Politik der indischen Regierung. Jetzt steht die Inflationsentwicklung wieder im Mittelpunkt, angesichts der steigenden Headline-Inflation und der wohl anhaltenden Rupie-Schw\u00e4che v\u00f6llig zu Recht. Indien muss sich auf das neue globale Umfeld einstellen; die RBI muss auf die Regierung einwirken, ihre Wirtschaftspolitik entsprechend anzupassen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">*Die Bezeichnung \u201eING IM International\u201c beinhaltet Gesch\u00e4ftseinheiten in Europa, im Nahen Osten, in Singapur, Japan und US-Niederlassungen (Atlanta und New York). ING IM International bereitet sich zusammen mit INGs\u2018 europ\u00e4ischer Versicherungssparte darauf vor, zuk\u00fcnftig unabh\u00e4ngig von der ING Group zu agieren.<\/p>\n<p>&nbsp;**Stand: Q2 2013, 30. Juni 2013<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; ING<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Divergenz in den Schwellenl\u00e4ndern nimmt zu. 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