{"id":12791,"date":"2013-09-13T05:00:00","date_gmt":"2013-09-13T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/09\/13\/glas-halb-voll-oder-halb-leer\/"},"modified":"2013-09-13T05:00:00","modified_gmt":"2013-09-13T05:00:00","slug":"glas-halb-voll-oder-halb-leer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/glas-halb-voll-oder-halb-leer\/","title":{"rendered":"Glas halb voll oder halb leer?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Starke Konjunkturdaten in den Industriel\u00e4ndern signalisieren Aufw\u00e4rtsrisiko<br \/>Allokation st\u00e4rker auf Wachstumstrend ausgerichtet<br \/>Rohstoffe jetzt \u00fcbergewichtet&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Strategy, bei ING Investment Management International<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Mario Draghi vor einem Jahr seine ber\u00fchmte \u201eWhatever it takes\u201c-Rede hielt, haben die M\u00e4rkte nach und nach ihre \u00c4ngste abgesch\u00fcttelt. Da die Gefahr eines kurzfristigen Luftangriffs auf Syrien vorerst gebannt zu sein scheint und die \u00d6lpreise dementsprechend fallen, hellt sich auch die Stimmung an den Finanzm\u00e4rkten wieder auf. Davon profitieren (generell) die risikoreicheren Werte. Belastend ist die Entwicklung indes weiterhin f\u00fcr Anleihen: Hier scheint sich der Aufw\u00e4rtsdruck auf die Staatsanleiherenditen rund um den Globus kontinuierlich zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt die Frage, wie stark die Zinsen noch steigen k\u00f6nnen, bis sie Wachstumserwartungen und Risikoappetit der internationalen Anlegerschaft beeintr\u00e4chtigen. Wenn auch die M\u00e4rkte in den vergangenen beiden Monaten gelegentlich verschreckt reagierten, so bietet die Weltwirtschaft doch ausreichend konjunkturellen Schwung, um sowohl die Kurse von Risikowerten als auch die Anleiherenditen \u2013 bis auf Weiteres \u2013 gleichzeitig anzuheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei darf man nicht vergessen, dass unsere allzu menschliche Neigung, uns auf die m\u00f6glichen Negativrisiken zu konzentrieren, bereits ein Risiko an sich darstellt. Insofern laufen wir st\u00e4ndig Gefahr, bei aller Fokussierung auf das sprichw\u00f6rtliche \u201ehalb leere Glas\u201c, m\u00f6gliche Chancen zu \u00fcbersehen. F\u00fcr Investoren kann sich der Hang zum Pessimismus als kontraproduktiv erweisen, wenn im Entscheidungsprozess nicht gegengesteuert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem ist zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt die Versuchung gross, sich von den Schlagworten \u201eSyrien\u201c, \u201eTapering\u201c und \u201eEM-Schuldenkrise\u201c suggerieren zu lassen, dass eine defensive Anlagestrategie zumindest taktisch Sinn macht. Es kann daher nicht genug betont werden, dass Faktoren wie die zunehmend synchron verlaufende Erholung in den entwickelten L\u00e4ndern, Indizien f\u00fcr ein Erreichen der Talsohle in China und anhaltende Produktionsl\u00fccken in den meisten Industriel\u00e4ndern ein erhebliches Aufw\u00e4rtsrisiko f\u00fcr unser Basisszenario eines zwar moderaten, aber stetigen Aufschwungs darstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch der globale Wachstumstrend geht nicht so rapide aufw\u00e4rts, dass er die Marktbef\u00fcrchtungen im Hinblick auf eine breiter angelegte Schuldenkrise in den Schwellenl\u00e4ndern oder eine ernste politische Krise in Washington im Zuge der n\u00e4chsten Verhandlungsrunde zum Thema Schuldengrenze v\u00f6llig zerstreuen w\u00fcrde. Dieses Aufw\u00e4rtsrisiko muss nun von den M\u00e4rkten eingepreist werden; vorerst d\u00fcrfte der Markttrend f\u00fcr risikoreiche Assets indes g\u00fcnstig bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben daher die Gelegenheit wahrgenommen, die freundlichere Marktstimmung zur Anpassung unserer Asset-Allokation an die globalen Wachstumstrends zu nutzen. Entsprechend haben wir \u2013 erstmals in diesem Jahr \u2013 unsere Rohstoffposition \u00fcbergewichtet. Bei Aktien bleiben wir \u00fcber- und bei Staatsanleihen untergewichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Festverzinsliche<\/strong><br \/>Bei Spreadprodukten sind High Yield (HY) und Senior Loans (SL) weiter unsere pr\u00e4ferierten \u00dcbergewichte. Ertragsdynamik, Kapitalstr\u00f6me und die konjunkturelle Entwicklung in den USA sind f\u00fcr diese Fixed-Income-Werte g\u00fcnstig. Ferner gewichten wir auch Titel von der Euro-Peripherie sowie \u201eAaa\u201c-geratete Euro-ABS-Papiere \u00fcber, da freundlichere Konjunkturdaten und EZB-Massnahmen die systemischen Risiken deutlich gesenkt haben. Im \u00dcbrigen war die EMD-Untergewichtung wieder insgesamt ausgeglichen: W\u00e4hrend die EM-FX-Position von einer moderaten zu einer geringen Untergewichtung ausgebaut wurde, haben wir EMD HC und Zinsprodukte von neutral auf eine geringf\u00fcgige Untergewichtung heruntergefahren.<br \/><strong>Aktien<\/strong><br \/>Wir bleiben bei unserer zyklischen Sektorallokation. Bei Grundstoffen setzen wir wegen der g\u00fcnstigeren Metallpreise und besserer Konjunkturdaten aus China auf \u00dcbergewichtung. Hinzu kommt, dass die Anlegerschaft hier \u00fcberwiegend untergewichtet positioniert ist. Zyklische Sektoren ausserhalb des Rohstoffsegments bleiben \u00fcbergewichtet. Grund sind die Erholung am US-Wohnimmobilien- und Arbeitsmarkt sowie der erwartete Anstieg der Investitionst\u00e4tigkeit. Auch bei Sektoren mit stabilen Zuwachsraten halten wir an einer Untergewichtung fest, da sie nach wie vor zu popul\u00e4r und damit zu teuer sind. Was geografische Regionen betrifft, bevorzugen wir Japan und Europa. In puncto Wirtschaftspolitik, Konjunkturdaten, Ertragsdynamik und Kapitalstr\u00f6me ist Japan weiterhin gut aufgestellt. Europa profitiert wiederum von geringeren Tail Risks, freundlicheren Daten aus China, einem verbesserten relativen Return Momentum sowie anhaltendem Anlegerpessimismus im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Euro. Daraus ergeben sich interessante Chancen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Immobilien<\/strong><br \/>Bei Immobilienaktien bleiben wir neutral. Die steigenden (realen) Renditen an den entwickelten M\u00e4rkten belasten diese st\u00e4rker fremdfinanzierte Anlageform in h\u00f6herem Masse. Die im Vergleich zu anderen Assetklassen hohen Dividendenrenditen sowie bessere Wohnimmobiliendaten in den USA, Grossbritannien und China liefern ebenfalls positive Impulse. Aus Bewertungsgr\u00fcnden gewichten wir die Eurozone \u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rohstoffe<\/strong><br \/>Rohstoffe sind jetzt \u00fcbergewichtet. Die weltweite Konjunkturerholung und die nachlassenden Risiken in China wirken sich hier g\u00fcnstig aus. Weitere Positivfaktoren sind die niedrigeren Lagerbest\u00e4nde sowie die Angebots-Nachfrage-Situation bei Metallen (st\u00e4rkere Nachfrage aus China) und landwirtschaftlichen Produkten (widrige Witterungsbedingungen). Last but not least hat sich die Ertragsdynamik kurzfristig verbessert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; ING<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Starke Konjunkturdaten in den Industriel\u00e4ndern signalisieren Aufw\u00e4rtsrisikoAllokation st\u00e4rker auf Wachstumstrend ausgerichtetRohstoffe jetzt \u00fcbergewichtet&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15481,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-12791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie-etf"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12791\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15481"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}