{"id":12761,"date":"2013-08-07T05:00:00","date_gmt":"2013-08-07T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/08\/07\/unternehmensanleihen-attraktiver-aktien-jedoch-weiterhin-bevorzugt\/"},"modified":"2013-08-07T05:00:00","modified_gmt":"2013-08-07T05:00:00","slug":"unternehmensanleihen-attraktiver-aktien-jedoch-weiterhin-bevorzugt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/unternehmensanleihen-attraktiver-aktien-jedoch-weiterhin-bevorzugt\/","title":{"rendered":"Unternehmensanleihen attraktiver, Aktien jedoch weiterhin bevorzugt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wir halten an unserer moderaten Risikoposition \u2013 \u00dcbergewichtung von Aktien und Immobilienaktien \u2013 fest. Wir warten auf eine weitere Best\u00e4tigung durch die Marktentwicklung, um unsere zyklische Position in verschiedenen Aktien-segmenten auszubauen&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir halten Unternehmensanleihen inzwischen f\u00fcr attraktiver, ziehen aber Aktien weiterhin vor<\/strong><br \/>Die Zentralbanken haben die Fixed-Income-M\u00e4rkte erfolgreich in ruhigeres Fahrwasser geleitet; die Spreads haben sich in den vergangenen Wochen zum Teil wieder erholt. Daher haben wir unsere Untergewichtung von Rentenpapieren abgebaut. Wir pr\u00e4ferieren jedoch nach wie vor Aktien, zumal die Aktienm\u00e4rkte von der Politik der Zentralbanken, zyklischer St\u00e4rke und einem gestiegenen Interesse der Anleger profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zentralbanken haben die Rentenm\u00e4rkte beruhigt<\/strong><br \/>Die Fixed-Income-M\u00e4rkte haben sich in den vergangenen Wochen beruhigt. Seit Mai hatte der Anstieg der Staatsanleihenrenditen in den Industriel\u00e4ndern \u2013 vor allem den USA \u2013 zu betr\u00e4chtlicher Marktvolatilit\u00e4t gef\u00fchrt. Angesichts dieses unbeabsichtigten Anstiegs der Renditen und der restriktiveren Bedingungen an den Finanzm\u00e4rkten versuchten die Zentralbanken, die Anleger zu beruhigen, indem sie ihre geldpolitischen Pl\u00e4ne besser erl\u00e4uterten. Die EZB und die Bank of England (BoE) betonten ihre Absicht, die Zinsen f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum niedrig zu halten, indem sie \u201eVorabfestlegungen\u201c als neues Instrument einf\u00fchrten. Auch Vertreter der Fed versuchten zu erl\u00e4utern, dass die US-Zentralbank ihre Geldpolitik in absehbarer Zeit nicht straffen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00c4usserungen der Zentralbank hatten die gew\u00fcnschte Wirkung. In den USA entspannte sich die Lage an den Finanzm\u00e4rkten und entspricht jetzt wieder der Situation vor dem 22. Mai \u2013 dem Datum, an dem der Fed-Vorsitzende Bernanke zum ersten Mal von einer Verringerung der Wertpapierk\u00e4ufe sprach. Die M\u00e4rkte f\u00fcr Staats- und Unternehmensanleihen stabilisierten und erholten sich. Die Spreads von Unternehmensanleihen, die sich w\u00e4hrend des Kursr\u00fcckgangs ausgeweitet hatten, engen sich seit Ende Juni wieder ein. Bis Mitte Juli machten die Spreads f\u00fcr europ\u00e4ische Investment-Grade-Unternehmensanleihen rund 10% der seit dem 22. Mai verzeichneten Ausweitung wieder gut, die Spreads von Schwellenl\u00e4nderanleihen gegen\u00fcber 10-j\u00e4hrigen Treasuries erholten sich um rund 50% und die globalen High-Yield-Spreads um etwa 70%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir haben die Untergewichtung von Spread-Produkten beendet<\/strong><br \/>Nachdem sich die M\u00e4rkte f\u00fcr Unternehmensanleihen wieder in ruhigerem Fahrwasser befinden, haben wir die Untergewichtung von Spread-Produkten beendet und uns wieder neutral positioniert. Die Stimmung und die Nachrichten fielen etwas g\u00fcnstiger aus, und die Konjunkturdaten und die \u00dcberraschungsindikatoren f\u00fcr die Industriel\u00e4nder haben sich ebenfalls verbessert. Die Unternehmensbilanzen sind in guter Verfassung, und die Risikopr\u00e4mien sind weiterhin hoch genug, um einen m\u00f6glichen Anstieg der Treasury-Renditen verkraften zu k\u00f6nnen. Und auch die technischen Daten st\u00fctzen die M\u00e4rkte, da nur in begrenztem Umfang Neuemissionen stattfinden. Dies gilt vor allem f\u00fcr den Finanzsektor, in dem der Schuldenabbau weiterhin fortgesetzt wird. Allerdings sollte m\u00f6glicher Gegenwind f\u00fcr Unternehmensanleihen nicht ausser Acht gelassen werden. Hier sind z.B. das Risiko einer Liquidit\u00e4tsverknappung bei einem Anstieg der Volatilit\u00e4t und die Tatsache zu nennen, dass die Anleger ihr Kapital von renditeorientierten in wachstumsorientierte Verm\u00f6genswerte umschichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Untergewichtung von Staatsanleihen<\/strong><br \/>Wir haben Staatsanleihen weiterhin leicht untergewichtet. Inzwischen schliessen wir es nicht mehr aus, dass sich die Renditen von Staatsanleihen k\u00fcnftig in einem etwas h\u00f6heren Korridor bewegen k\u00f6nnten. Darauf deuten die Verbesserung der Wirtschaftsdaten in den Industriel\u00e4ndern und die Sorgen im Zusammenhang mit einer zunehmend falkenhaften Haltung der Federal Reserve hin. Aber die immer noch betr\u00e4chtlichen Potenziall\u00fccken in den Industriel\u00e4ndern, die anhaltend niedrigen Inflationsraten und die weiterhin akkommodierende Geldpolitik sollten einen merklichen Anstieg der Anleiherenditen unseres Erachtens verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir bevorzugen weiterhin Aktien<\/strong><br \/>Wir halten an unserer mittleren \u00dcbergewichtung von Aktien fest. Erstens, weil sowohl die EZB als auch die BoE \u00fcberraschend eine deutlichere Vorabfestlegung vorgenommen haben. Dies best\u00e4tigt, dass die quantitative Lockerung zwar vielleicht in den USA zur\u00fcckgenommen wird, andere Zentralbanken in den Industriel\u00e4ndern aber an einer ausserordentlich akkommodierenden Geldpolitik und niedrigen Zinsen festhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Korrektur bei Unternehmensanleihen war im historischen Vergleich gering<\/p>\n<p><br style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px;\" \/><\/p>\n<div style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px; text-align: left;\"><img decoding=\"async\" style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px; border: 0px none;\" src=\"http:\/\/e1.marco.ch\/publish\/communicators\/85_8284\/ING_7august.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><br style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px;\" \/><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens ist das Risiko kurzfristiger Zwischenf\u00e4lle im Zusammenhang mit der Eurokrise geringer geworden, da sowohl Portugal (wo die Regierungskoalition nun wohl doch bestehen bleibt) als auch Griechenland (das die n\u00e4chste Tranche der europ\u00e4ischen Unterst\u00fctzung erhalten wird) eine politische Krise vermieden haben und anscheinend weiterhin von der Troika unterst\u00fctzt werden. Drittens sind die makro\u00f6konomischen Daten weiterhin g\u00fcnstig. Der Anstieg wichtiger Fr\u00fchindikatoren wie z.B. der Einkaufsmanagerindizes im Euroraum und in Grossbritannien und des ISM-Index f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe in den USA best\u00e4tigt unser Basisszenario, in dem wir von einer allm\u00e4hlichen, vor allem von den Industriel\u00e4ndern getragenen Konjunkturerholung in der zweiten Jahresh\u00e4lfte ausgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kapitalzufl\u00fcsse in die Aktienm\u00e4rkte \u00fcbersteigen Zufl\u00fcsse in die Rentenm\u00e4rkte<\/strong><br \/>Zuletzt sind einige Anzeichen daf\u00fcr zu erkennen, dass die Umschichtung der Investitionen von Anleihen in Aktien begonnen hat. Die Daten zu den Kapitalfl\u00fcssen deuten darauf hin, dass das Kapital vor allem in Aktien fliesst \u2013 zu Lasten von Anleihen. In den vergangenen vier Wochen verzeichneten Aktienfonds betr\u00e4chtliche, Rentenfonds dagegen nur knapp positive Zufl\u00fcsse, die sich zudem auf das High-Yield-Segment konzentrierten. Entgegen der Tendenz im ersten Teil des Jahres sind die Zufl\u00fcsse in die Aktienm\u00e4rkte f\u00fcr den gesamten bisherigen Jahresverlauf inzwischen st\u00e4rker als diejenigen in die Rentenm\u00e4rkte. Dieser Trend d\u00fcrfte sich angesichts der oben erl\u00e4uterten Entwicklungen wohl fortsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb der Assetklassen sind merkliche Unterschiede bei den Zufl\u00fcssen festzustellen. Im Aktiensegment waren im bisherigen Jahresverlauf st\u00e4rkere Zufl\u00fcsse in die M\u00e4rkte der Industriel\u00e4nder \u2013 vor allem in japanische Aktien \u2013 zu verzeichnen als in die M\u00e4rkte der Schwellenl\u00e4nder. An den Rentenm\u00e4rkten kam es dagegen im bisherigen Jahresverlauf zu Abfl\u00fcssen aus den Industriel\u00e4ndern (mit Ausnahme der USA). Dagegen verzeichnen die Schwellenl\u00e4nder trotz der betr\u00e4chtlichen Kursverluste in den vergangenen Monaten im bisherigen Jahresverlauf immer noch Zufl\u00fcsse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Festhalten an unserer moderaten Risikoposition<\/strong><br \/>Wir halten insgesamt an unserer moderaten Risikoposition \u2013 \u00dcbergewichtung von Aktien und Immobilienaktien \u2013 fest. Wir warten auf eine weitere Best\u00e4tigung durch die Marktentwicklung, um unsere zyklische Position in verschiedenen Aktiensegmenten auszubauen. Wir bevorzugen zyklische Sektoren, die keine Verbindung zu Rohstoffen aufweisen, weil sich die Lage am US-Immobilienmarkt und -Arbeitsmarkt verbessert und die Unternehmensinvestitionen ansteigen d\u00fcrften. Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass eine R\u00fcckkehr zur \u201ealten Normalit\u00e4t\u201c \u2013 in der in allen Ecken der Finanzm\u00e4rkte nach Renditen gesucht wird \u2013 stattfindet. Vielleicht ist es f\u00fcr einen \u00dcbergang zur n\u00e4chsten, st\u00e4rker wachstumsorientierten Phase im Anlagezyklus noch zu fr\u00fch \u2013 aber die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung hat sich sicherlich erh\u00f6ht und sollte daher nicht ausser Acht gelassen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px; text-align: left;\"><img decoding=\"async\" style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px; border: 0px none;\" src=\"http:\/\/e1.marco.ch\/publish\/communicators\/85_8287\/ing_7august_2013.JPG\" alt=\"\" border=\"0\" \/><br style=\"font-family: Arial,Helvetica,Verdana,sans-serif; margin: 0px; padding: 0px;\" \/><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: ETFWorld &#8211; ING<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir halten an unserer moderaten Risikoposition \u2013 \u00dcbergewichtung von Aktien und Immobilienaktien \u2013 fest. 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