{"id":12695,"date":"2013-06-27T05:00:00","date_gmt":"2013-06-27T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/06\/27\/adjustierung-der-taktischen-positionierung\/"},"modified":"2013-06-27T05:00:00","modified_gmt":"2013-06-27T05:00:00","slug":"adjustierung-der-taktischen-positionierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/adjustierung-der-taktischen-positionierung\/","title":{"rendered":"Adjustierung der taktischen Positionierung"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span> <span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Die j\u00fcngsten Marktturbulenzen haben die konstruktive Grundsituation insgesamt nicht ver\u00e4ndert und wir bleiben daher bei Aktien \u00fcbergewichtet. Die neuesten Ereignisse in China k\u00f6nnten allerdings den anhaltenden Anlegerexodus aus den Schwellenl\u00e4ndern weiter beschleunigen und so bauen wir in diesem Segment Aktien erneut ab. Den Anstieg der langfristigen US-Anleihenrenditen halten wir f\u00fcr \u00fcbertrieben und positionieren uns f\u00fcr eine Gegenbewegung&#8230;&#8230;&#8230;<\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erneute \u00dcberpr\u00fcfung der Ereignisse der letzen Wochen<\/strong><br \/>Im Zuge der j\u00fcngsten Finanzmarktturbulenzen haben wir die wesentlichen Ereignisse der letzten Wochen noch einmal \u00fcberpr\u00fcft. Der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank Federal Reserve hat sich am 22. Mai und 19. Juni prim\u00e4r mit Szenarien des Zur\u00fcckfahrens der \u00abquantitativen Lockerung\u00bb besch\u00e4ftigt (gegenw\u00e4rtig kauft sie monatlich Staats- und Hypothekaranleihen im Umfang von 85 Mrd. US-Dollar). Am vergangenen Mittwoch (19. Juni) pr\u00e4sentierte Notenbankchef Ben Bernanke zudem einen genaueren, aber keinesfalls weniger konditionalen, Zeitplan f\u00fcr den m\u00f6glichen geldpolitischen \u00abR\u00fcckzug\u00bb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Viele Anleger sehen Risiko eines vorzeitigen geldpolitischen Entzugs<\/strong><br \/>Seit Ende Mai haben einige Investoren begonnen, den m\u00f6glichen R\u00fcckzug als eine \u00abbeschlossene Sache\u00bb anzusehen. So sind die Renditen langfristiger Anleihen seitdem deutlich gestiegen, w\u00e4hrend zinssensitive Anlagen wie Aktien zum Teil stark korrigiert haben. Der US-Dollar neigte gegen\u00fcber den meisten W\u00e4hrungen weiter zur St\u00e4rke. Dieses Marktmuster hat sich auch nach der zweiten Fed-Sitzung vom letzten Mittwoch gehalten (mit Ausnahme japanischer Aktien, die sich inzwischen stabilisiert haben).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Marktausblick bleibt grunds\u00e4tzlich konstruktiv<\/strong><br \/>Wir bleiben dabei: Diese j\u00fcngsten Marktbewegungen stellen eine \u00dcbergangsphase dar. An den Aktienm\u00e4rkten handelt es sich nach unserer Einsch\u00e4tzung um eine \u00abnormale Korrektur\u00bb, w\u00e4hrend wir es im Bereich der langfristigen Anleihenrenditen m\u00f6glicherweise mit einer einsetzenden Normalisierung zu tun haben. Nicht wenige Investoren d\u00fcrften sich zu sehr mit der Idee der ewig sinkenden und extrem tiefen Zinsniveaus angefreundet haben. So d\u00fcrfte der j\u00fcngste Anstieg der zehnj\u00e4hrigen amerikanischen Anleihenrenditen um einen Prozentpunkt auf 2.6% wie ein Schock gewirkt haben, der daran erinnert, dass die H\u00f6he der Umlaufrenditen von Anleihen unter normalen, interventionsfreien Bedingungen von den Faktoren Wirtschaftswachstum, Inflationserwartung und Ausfallrisiko bestimmt werden m\u00fcsste. Sollten sich die optimistischen Konjunkturprognosen der Fed, wie von einigen mittelfristigen Marktindikatoren suggeriert wird, tats\u00e4chlich bewahrheiten, dann d\u00fcrfte der j\u00fcngste Renditeanstieg auf mittlere Sicht kein Problem darstellen. Gr\u00f6ssere geldpolitische Wenden fanden zuletzt 1994 und 2004 statt. Auch diese l\u00f6sten Anfangs tempor\u00e4re Turbulenzen aus, gefolgt von starken, mehrj\u00e4hrigen Aktienhaussen (vgl. S. 2, im PDF).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kauf langfristiger Staatsanleihen. Aktien bleiben \u00fcbergewichtet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andererseits gibt es auch Anzeichen daf\u00fcr, dass der von dieser \u00abEntzugsangst\u00bb getriebene Renditenanstieg zumindest tempor\u00e4r zu weit gegangen ist. Die tats\u00e4chlichen und erwarteten Inflationsraten befinden sich seit Monaten auf dem R\u00fcckzug und Bernanke hat mehrfach klargestellt, dass der Ausstieg im Falle einer entt\u00e4uschenden Konjunkturentwicklung verschoben werde. Technische Indikatoren suggerieren zudem, dass US-Anleihen jetzt \u00ab\u00fcberverkauft\u00bb und somit bereit f\u00fcr eine Gegenbewegung sind. Wir haben daher beschlossen, den Anteil langfristiger US-Anleihen in unseren Strategien zu erh\u00f6hen (die Anlageklasse \u00abFixed Income\u00bb bleibt aber untergewichtet).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Aktien behalten wir unsere \u00dcbergewichtung bei: Entweder gewinnt die US-Konjunktur wieder an Schwung, oder eben nicht \u2013 im letzteren Fall d\u00fcrften die \u00fcbertriebenen \u00abEntzugs\u00e4ngste\u00bb zur\u00fcckgehen, was die Aktienm\u00e4rkte ebenso gut st\u00fctzen m\u00fcsste. Problematischer erscheint uns allerdings die j\u00fcngste Kreditklemme in China. Zwar hat China seit Ende 2010 eine Reihe \u00e4hnlicher Episoden erlebt und letztlich gemeistert, ohne grosse internationale Probleme zu verursachen (Grafik 2, Seite 2 im PDF). Die neuesten Entwicklungen in China d\u00fcrften aber den existierenden Kapitalfl\u00fcsse von den Schwellenl\u00e4ndern zur\u00fcck zu den Industriel\u00e4ndern nur weiter best\u00e4rken. Wir haben daher beschlossen, unsere Exponierung gegen\u00fcber dieser Aktienkategorie weiter abzubauen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Quelle: ETFWorld &#8211; LGT Capital Management<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die j\u00fcngsten Marktturbulenzen haben die konstruktive Grundsituation insgesamt nicht ver\u00e4ndert und wir bleiben daher bei Aktien \u00fcbergewichtet. Die neuesten Ereignisse in China k\u00f6nnten allerdings den anhaltenden Anlegerexodus aus den Schwellenl\u00e4ndern weiter beschleunigen und so bauen wir in diesem Segment Aktien erneut ab. 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