{"id":12686,"date":"2013-06-19T08:00:00","date_gmt":"2013-06-19T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/etfworld.ch\/home\/vl27cm72\/etfworld.ch\/wp\/index.php\/2013\/06\/19\/taktische-asset-allokation-q3-2013\/"},"modified":"2013-06-19T08:00:00","modified_gmt":"2013-06-19T08:00:00","slug":"taktische-asset-allokation-q3-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etfworld.com\/ch\/taktische-asset-allokation-q3-2013\/","title":{"rendered":"Taktische Asset-Allokation Q3\/2013"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Die US-Konjunktur ist stabil, Europa hat den Tiefpunkt \u00fcberschritten und Japan erholt sich kr\u00e4ftig. Die Wachstumsraten sind aber insgesamt bescheiden geblieben, w\u00e4hrend die Inflation r\u00fcckl\u00e4ufig oder sehr tief ist. Das Risiko einer verfr\u00fchten geldpolitischen Wende ist daher gering. Wir erh\u00f6hen unsere Aktienquote durch weitere Zuk\u00e4ufe in Japan und reduzieren im Gegenzug Aktien in Asien sowie &#8222;High Yield&#8220;-Anleihen. Der US-Dollar bleibt \u00fcbergewichtet&#8230;&#8230;..<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftliches Umfeld: Reminiszenzen an den Duft von &#8222;Goldl\u00f6ckchen&#8220;<\/strong><br \/>Die US-Wirtschaft ist solide genug, um Rezessions\u00e4ngste in Schach zu halten, aber nicht zu stark, um die Federal Reserve zu einer verfr\u00fchten geldpolitischen Wende zu bewegen. In der Eurozone werden die Sparprogramme etwas aufgeweicht, und es gibt erste Anzeichen einer Stabilisierung. In Japan hat &#8222;Abenomics&#8220; gerade erst begonnen, positive realwirtschaftliche Ergebnisse zu liefern. In Notenbankkreisen scheint noch kein Konsens zu herrschen, ob bzw. wann die Fed ihre monatlichen Anleihenk\u00e4ufe zur\u00fcckfahren und die EZB etwaige weitere unorthodoxe Massnahmen ergreifen sollte. Gleichzeitig sind die Indikatoren f\u00fcr die erwarteten und tats\u00e4chlichen Inflationsraten zuletzt wieder gesunken. Der Wachstumsausblick hat sich daher im Verh\u00e4ltnis zum Inflationsrisiko etwas aufgehellt \u2013 was bei vielen Investoren Reminiszenzen an die &#8222;Goldl\u00f6ckchen&#8220;-Zeit hervorruft \u2013 den Idealzustand inflationsarmen Wachstums. Angesichts der strukturellen Herausforderungen in den meisten Industriel\u00e4ndern halten wir jedoch auch am Risikoszenario einer deflation\u00e4ren Rezession fest, sehen allerdings nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass es eintrifft.<br \/><strong>Aktien: Erh\u00f6hung der Gesamtquote durch weitere Zuk\u00e4ufe in Japan<\/strong><br \/>Bei Aktien erh\u00f6hen wir unser signifikantes taktisches \u00dcbergewicht durch weitere Zuk\u00e4ufe in Japan erneut leicht, womit Nippon das gr\u00f6sste \u00dcbergewicht in unseren Strategien darstellt. Die fundamentalen Treiber der japanischen Hausse sind nach unserer Einsch\u00e4tzung intakt geblieben. Die scharfe Kurskorrektur an der Tokioter B\u00f6rse seit Ende Mai bietet daher eine g\u00fcnstige Gelegenheit f\u00fcr einen Wiedereinstieg. Ob Premierminister Shinzo Abe die versprochenen Strukturreformen erfolgreich umsetzten kann, wird sich freilich erst nach den Oberhauswahlen am 21. Juli zeigen. Die wichtigsten Weichen sind jedoch bereits gestellt.<br \/><strong>Unver\u00e4nderte Aktienquoten f\u00fcr USA (\u00fcbergewichtet) und Europa (geringf\u00fcgig \u00fcber neutral)<\/strong><br \/>Das \u00dcbergewicht in den USA wird unver\u00e4ndert beibehalten. Nach einer langen Marktrallye hat die Angst vor dem Zur\u00fcckfahren der quantitativen Lockerungspolitik und den steigenden Zinsen einen Grund f\u00fcr Gewinnmitnahmen geboten. Aus fundamentaler Sicht wirken diese Sorgen jedoch \u00fcbertrieben. Die j\u00fcngsten Arbeitsmarkt- und Inflationsstatistiken deuten auf keine unmittelbar bevorstehende Reduktion der monatlichen Anleihenk\u00e4ufe der Fed hin. Selbst wenn es dazu kommen sollte, m\u00fcssten wir zuvor deutliche Anzeichen eines selbsttragenden Aufschwungs sehen, was letztlich willkommen w\u00e4re. Die US-Unternehmen sind zudem nach wie vor insgesamt sehr profitabel, ihre Betriebsmargen sind robust und die Bilanzen solide. In Europa wird die Aktienpositionierung ebenfalls unver\u00e4ndert belassen, marginal \u00fcber der Neutralquote.<br \/><strong>Reduzierte Quoten f\u00fcr Asien-Pazifik (neutral) und Emerging Markets (untergewichtet)<\/strong><br \/>Auf ann\u00e4hernd neutral reduziert haben wir hingegen die Aktienquote f\u00fcr Asien-Pazifik (diese Verk\u00e4ufe waren im Vergleich zu den Zuk\u00e4ufen in Japan jedoch im Umfang moderat, wodurch die Gesamtaktienquote leicht wuchs). Im Zuge der anhaltenden relativen Schw\u00e4che der Schwellenl\u00e4nder ist auch die Quote der Emerging Markets von in etwa neutral auf ein Untergewicht gesunken. Das Wachstum der Schwellenl\u00e4nder k\u00fchlt sich ja bereits seit einiger Zeit ab, was besonders die Rohstoffexporteure belastet hat. Dazu kommt, dass jetzt auch die Industrieexporte der Schwellenl\u00e4nder den zus\u00e4tzlichen Wettbewerbsdruck aus Japan sp\u00fcren. China und einige kleinere L\u00e4nder weisen zwar weiterhin vergleichsweise hohe Wachstumsraten aus, in Brasilien und Russland zeichnen sich aber inzwischen stagflation\u00e4re Tendenzen ab. Auch die anderen Schwellenl\u00e4nder haben zum Teil ihre eigenen Herausforderungen \u2013 vom Zwillingsdefizit Indiens (Zahlungsbilanz und Staatshaushalt), bis zum eingetr\u00fcbten Exportausblick Koreas (Hauptkonkurrent Japans in Asien). Die tiefen Aktienbewertungen k\u00f6nnten hier irgendwann wieder f\u00fcr einen Wiedereinstieg sprechen, doch vor einem solchen Schritt w\u00fcrden wir deutlichere Indizien einer Stabilisierung und Trendwende abwarten wollen (Kapitalfl\u00fcsse zugunsten der Schwellenl\u00e4nder, relative St\u00e4rke dieser M\u00e4rkte gegen\u00fcber den Industriel\u00e4ndern, etc.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fixed Income: Verkauf von &#8222;Risikoanleihen&#8220; f\u00fchrt zu leicht reduzierter Gesamtquote<\/strong><br \/>Bei verzinslichen Anlagen ergibt sich im Einklang mit unserer \u00f6konomischen Einsch\u00e4tzung eine leichte Erh\u00f6hung des Untergewichts, als Folge weiterer Verk\u00e4ufe hochverzinslicher Unternehmensanleihen (&#8222;High Yield&#8220;). Im Rahmen einer Feinadjustierung der Allokation haben wir ausserdem Staatsanleihen von Schwellenl\u00e4ndern (EM Bonds) von untergewichtet auf neutral angehoben, wobei wir Hartw\u00e4hrungsanleihen klar bevorzugen (d.h. Obligationen in US-Dollar). Netto ergibt sich nach Ber\u00fccksichtigung beider Aktionen ein leichter R\u00fcckgang der Gewichtung der Anlageklasse Fixed Income.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hohe Bewertungen und begrenztes Aufw\u00e4rtspotenzial im Vergleich zu Aktien<\/strong><br \/>Unternehmensanleihen galten in der Phase des &#8222;Durchwurstelns&#8220; w\u00e4hrend der Schuldenkrise aufgrund der stabile Zinsertr\u00e4ge und der potentiellen Kapitalgewinne als ideale Anlageklasse zwischen Aktien und Staatsanleihen. Der starke R\u00fcckgang der Risikopr\u00e4mien, kombiniert mit den wieder steigenden Verschuldungsgraden vieler Unternehmen, hat die Attraktivit\u00e4t dieser Anlageklasse zunehmend untergraben. So hatten wir bereits im Fr\u00fchjahr sowohl bei &#8222;Investment Grade&#8220; (Anleihen von Unternehmen mit hoher Bonit\u00e4t) als auch im Bereich &#8222;High Yield&#8220; (spekulative und riskante Unternehmensanleihen) Gewinne mitgenommen. Vom heutigen Standpunkt aus gesehen w\u00fcrde zudem eine etwaige Normalisierung der Geldpolitik insbesondere l\u00e4ngerfristigen Unternehmensanleihen schaden (aufgrund ihrer Sensitivit\u00e4t gegen\u00fcber Zinsentwicklungen, &#8222;Durationsrisiko&#8220;). Wir erachten Aktien derzeit als attraktivere Anlage und haben daher beschlossen, die taktische Quote bei Unternehmensanleihen weiter abzubauen.<br \/><strong>Staatsanleihen und inflationsindexierte Anleihen weiterhin auf Neutralposition<\/strong><br \/>Staatsanleihen und inflationsgekoppelte Obligationen verbleiben in nahezu neutralen Positionen. Kurzfristig sehen wir Potenzial f\u00fcr eine teilweise Umkehr der j\u00fcngsten Verluste bei Staatsanleihen (sprich sinkende Umlaufrenditen), beispielsweise sobald sich die aufgebauschten \u00c4ngste vor einem Zur\u00fcckfahren der Anleihenk\u00e4ufe der Fed wieder zu legen beginnen. Mittel- bis langfristig sprechen die derzeit negativen Realzinsen aber tendenziell gegen Staatsanleihen.<br \/><strong>Alternative Investments: R\u00fcckkauf von REITs; Private Equity bleibt \u00fcbergewichtet<\/strong><br \/>Immobilienaktien (Real Estate Investment Trusts, oder REITs) haben am empfindlichsten auf die &#8222;Tapering&#8220;-Debatte reagiert, da sie Zinseinkommen suchenden Anlegern eine Alternative zu Anleihen boten. Die j\u00fcngste Korrektur sehen wir daher als eine Gelegenheit an, uns wieder etwas st\u00e4rker in diesem Segment zu engagieren. Insgesamt bleiben die REIT- und Listed Private Equity-Quoten jedoch unver\u00e4ndert neutral bzw. \u00fcbergewichtet positioniert. Die gesamte Anlageklasse &#8222;alternative Verm\u00f6genswerte&#8220; ist damit leicht \u00fcbergewichtet, wie im Vorquartal. Rohstoffe und Edelmetalle (Gold) wurden unver\u00e4ndert bei neutral belassen (relative Schw\u00e4che der Schwellenl\u00e4nder, geringe bzw. gesunkene Inflationsrisiken).<br \/><strong>W\u00e4hrungen: US-Dollar bleibt \u00fcbergewichtet; Euro gegen Schweizer Franken bevorzugt<\/strong><br \/>Die St\u00e4rke des US-Dollar hat vor kurzem etwas nachgelassen. Nach wie vor bieten die USA aber mehr Wachstum und sind auch im geldpolitischen Zyklus weiter fortgeschritten als die meisten anderen entwickelten Volkswirtschaften. So halten wir an unserem USDollar- \u00dcbergewicht fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb Europas hat sich unsere Pr\u00e4ferenz allerdings leicht zugunsten des Euro und gegen den Schweizer Franken verschoben (diese taktische Verschiebung hatten wir bereits in einer Ad-hoc-Entscheidung Ende Mai implementiert). Die Schweizerische Nationalbank hat k\u00fcrzlich Massnahmen zur weiteren Frankenabschw\u00e4chung erneut nicht ausgeschlossen, und in der Schweiz herrschen weiterhin deflation\u00e4re Tendenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie auch im Vorquartal halten wir in unseren Strategiefonds weder britische Pfund noch japanische Yen. Wir sehen die j\u00fcngsten St\u00e4rketendenzen in beiden W\u00e4hrungen als vor\u00fcbergehend an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Quelle: ETFWorld &#8211; LGT Capital Management<\/span><br \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Konjunktur ist stabil, Europa hat den Tiefpunkt \u00fcberschritten und Japan erholt sich kr\u00e4ftig. Die Wachstumsraten sind aber insgesamt bescheiden geblieben, w\u00e4hrend die Inflation r\u00fcckl\u00e4ufig oder sehr tief ist. 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